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Ein merkwürdiger Teilnehmer fällt Matsuoka in seiner Kochschule auf. Er schert sich nicht um die Anweisungen des ehemaligen Kochs, sei nur hier, um sich abzulenken, von dem Läuten, das ihm Dinge befiehlt. Bald ist der unaufmerksame Kochschüler nicht mehr der einzige, der das Läuten hört. 

Nur eine Dreiviertelstunde dauert Kiyoshi Kurosawas unheimlicher Film, eine Fingerübung in eisiger Atmosphäre und unerklärlichem Horror, keine Handlung, kein Deutungsversuch, nicht mal das titelgebende unheilbringende Läuten hört man. Oder etwa doch? 

Vielleicht sollte es mehr solcher Genrefilme geben, die sich nicht unnötigerweise länger strecken müssen, als es ihnen gut tut und die gar nicht notwendigerweise eine Geschichte erzählen müssen, die wir ohnehin schon kennen. 

Die JU-ON Episoden haben vorgemacht, wie effektiver Horror in Kurzform aussehen kann, CHIME steht in ihrer Tradition – ganz ohne sichtbare Geister oder Monster.

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