Miracles ist ein ganz besonderes Werk des Jackie Chan.
Dieser Film ist eine von wenigen Ausnahmen in Chans Filmkariere, bei dem sich die Schwerpunkte nicht auf die Action oder Comedy konzentrieren. Dies ist ein Chan Film, den man sich wegen dem Schauspiel ansieht.
Miracles ist ein braves Remake des Filmklassikers Lady fora Day.
Die Geschichte spielt im Hongkong der 30 er Jahre, was schon allein Kulissentechnisch sehr ansehlich ist.
Es geht darum, dass ein stink normaler Normalo auf Umwegen und durch unvorhersehbare Zwischenfälle auf abenteuerliche Art undd Weise zum Boss eines Gangsterringes aufsteigt. Leicht abergläubisch wie der Kerl nun mal ist, kauft er der Rosenlady, wann immer er aus dem Haus geht, eine Rose ab, da diese ihm, so hat er zumindest den Anschein schon einige mahle das Leben gerettet hätte und ihm zu Glück verhelfe. Diese Szenen wurden sehr geschickt eingefädelt. Als Zuschauer denkt man sich anfangs, dass es sich nur um Zufälle handle, später häufen sich diese Zufälle, dass man wirklich meinen könnte, dass Jackie in diesem Film ohne Roßen kein Überleben hätte.
Mit Miracles wird zwar eine nicht ganz neue Geschichte erzählt, aber diese ist trotzdem sehr mahlersich und einfach nur nett zum ansehen. Diese hebt sich ganz stark von dem Jackie Chan Einheitsbrei ab.
Die positiven Aspekte sind sicherlich die wunderschönen Kulissen und der gute kameratechnische Stiel, der gehegt wird. Jackie war sichtlich bemüht, als Regisseur, gute Kamerafarten zu inszenieren. Zwar sind diese im Vergleich zu einem Jackie Chan ist Nobody oder New Police Story nicht vergleichbar, aber wenn man mal den Zeitunterschied sieht, dann wird man gewiss feststellen, dass dies zur damaligen Zeit, für einen Jackie Chan Film ein absolutes Novum war.
Ein großer Bestandteil des Films ist der Humor. Der Film bietet viele unterschiedliche Humorstiele. Was mich aber ganz besonders an Miracles freut, ist die Art und Weise des Humors. Kein Fäkalhumor oder eklige Witze der Sorte Deuce Bigalow.
Der in meinen Augen beste Humor des Film ist tief in den Kämpfen verankert. Ich liebe4 es einfach, wenn Jackie in seinen Prügeleien, den ein oder anderen Gag verpackt.
Während bei jedem anderen Film der Zuschauer bei einen besonderen Stunt schmerzhaft zusammenzückt, verpackt Jackie seine Kampfszenen so, dass bei einer mind. gleich gefährlichen Szene, der Zuschauer laut lachen muss.
Dann hätten wir den Verwechslungshumor, der tief in Verbindung mit gewagtem aber sehr intelligenten Wortwitz verschachtelt wird.
Und natürlich die Jackie typische Situationskomik.
Ist sicher gesamt gesehen geschmackssache, aber Jackie Chan Fans wissen eh was sie auf diesem Sektor zu erwarten hat. Alle anderen werden aber glaub ich auch ihre Freude damit haben.
Wer bei diesem Film ein Nonstop Actionfeuerwerk erwartet und den Film nur auf seine Action bezogen bewertet, wird schwer enttäuscht werden. Miracles ist in erster Linie, ein Film der durch seine Akteure und deren Situationsabhängigen Szenen lebt.
Zwar werden so manche Filme von Jackie mit dem Prädikat ausgestattet, dass sie wenig Action besäßen, aber irgednwie stimmt das nicht so ganz.
New Police Story hat wenn man alle Actionsequenze zusammenzählt ca 20 min Adrenalien. Zum Vergleich, der viel gelobte Police Story kam auch nur auf ein bissl mehrer als 20 min. Under Control-auch ca 20 min. Das ist für einen Chan Film absoluter Standard.
Wenn man so will ist dieser Film der Actionärmste, mit nur 13 min. Das soll aber keinesfalls ein Kritikpunkt sein, da der Film in erster Linie gar kein Actionspektakel sein will.
Was den Kampfszenen jedenfalls an quantität fehlt holen sie sich wieder an deren Qualität heraus. Beosnders zu erwähnen, seine hier der kampf auf dem Gemüsemarkt und in der Seilfabrik. Aus rein choreographischer Sicht sind diese Kampfszenen eine wirkliche Delikatesse.
Daher mein Rat an euch. Wer nur an Action intressiert ist, soll die Finger davon lassen.
Mit einer beachtlichen Länge von 2h kann der Film auch die ein oder andere zähere oder langatmigere Szene nicht verkneifen. So übel, dass der Zuschauer alle paar Minuten auf die Uhr sehen muss, ist es allerdings nicht.
Vielmehr würde ich es als verkraftbar bezeichnen.
Fazit: Dies ist ein untypischer Chan Film der gute Actionsequenzen besitzt und intelligenten Humor hat.
Daher mein Prädigkat: Sehenswert.