Kuo trifft in Hong Kong ein und sucht einen Job. Er wird aber nur verarscht und verliert Geld. Daraufhin gerät er zwischen die Fronten zweier Gangs. Er hilft dem verletzten Gangsterboss Po zur Flucht. Zum Dank ernennt Po, der im sterben liegt, Kuo zu seinem Nachfolger. Doch Kuo, hat in solchen Dingen kaum Erfahrung und ist kaum bereit, mit schmutzigen Tricks oder illegalen Mitteln zu arbeiten, ganz zum Leide seiner Männer. Als er einer guten Bekannten helfen will, organisiert er ein großes Spektakel, doch seine Feinde vergisst er in dieser Zeit.
Auch wenn es mir schwer fällt einen meiner Lieblingsdarsteller zu kritisieren und der Mehrheit widersprechen zu müssen, ist Miracles für mich alles andere als ein guter Film. Sicher er ist sehr liebvoll fotographiert und das 30er Jahre Flair kommt perfekt rüber, aber bei den über zwei Stunden Laufzeit habe ich mich in der Mitte eine Stunde lang königlich gelangweilt. Für Jackie ist der Streifen allerdings eine Herzensangelegenheit, neben dem Drehbuch ziegte er sich auch für die Regie verantwortlich und gibt als Hauptdarsteller auch eine passable Leistung ab. Die Story basiert lose auf einem altem amerikanischen Spielfilm und zeigt ein Gangster Epos, das auch mit sehr viel Aufwand inszeniert wurde.
Sehr gelungen ist die Anfangssequenz in der Chan als Tagelöhner erst um seine letzten Ersparnisse betrogen wird und vollkommen irrtümlich zu einem Chef des Hong Kong Untergrundes aufsteigt, garniert mit ein paar netten Schueßerein im Chicago Stil, macht der Beginn durchaus Lust auf mehr. Auch der SHowdown weiß absolut zu gefallen, toll choreographierte Kämpfe auf und um eine Rikscha und in einer Seilerei gehören zum Besten, was ein Chan Liebhaber ehoffen darf. Was den Mittelteil betrifft, den kann man meiner Meinung nach aber leider völlig vergessen. Keine Kämpfe, keine Spannung, nur Dialoge und Verwechslungsarien die zudem (für mich) kein bißchen amüsant waren. Da hampeln ein Haufen Charaktere, die zudem meist eher nervig als interessant ausgefallen sind, durch die Gegend, spielen der Tochter der Rosenverkäuferin Komödie vor, aber wirklich interessantes passiert hier nicht. Wer mit dem HK Humor vielleicht besser klar kommt als, wird vielleicht seine Freude an Miracles finden, für mich plätschert der Film eher spaßlos dahin.
Zudem sind die Kampfszenen, die viele seiner Fans ja lieben, zu dünn gestreut, am Anfang ein wenig pen peng und absolute Top HIghlights am Schluß, ist da eindeutig zu wenig. Daher ist es kaum überraschend das viele Dialogpassagen in einer kürzeren Version gestrichen wurden und jetzt im Langfilm auf chinesisch mit deutschen Untertiteln nachträglich eingeführt wurden. Chan ist zwar grimassig knuffig wie immer, auch der restliche Cast spielt und overacted nach allen Regeln der Kunst, aber das Ergebnis bleibt eine ziemlich dünne Suppe. Not my cup of tea, mit Müh und Not 4/10