iHaveCNit: Ghostbusters: Frozen Empire (2024) – Gil Kenan – Sony Pictures
Deutscher Kinostart: 21.03.2024
gesehen am 21.03.2024 in Dolby Atmos
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 1 – Reihe 8, Platz 8 – 20:00 Uhr
Mit dem 2021 erschienenen „Ghostbusters: Afterlife“ bzw. „Ghostbusters: Legacy“ hat man den Ghostbusters einen unfassbar tollen Dienst erwiesen, indem eine neue Geschichte mit Coming-Of-Age-Elementen erzählt und auch filmische Nostalgie auf respektvolle und perfekte Art und Weise präsentiert wird. Das kam ja nicht von ungefähr, weil mit Jason Reitman damals der Sohn von Ivan Reitman, seines Zeichens Regisseur vom 1984er-Film und dessen Fortsetzung, den Film inszenierte und damit auch seinem Vater alle Ehre machte. Nun kommt mit „Ghostbusters: Frozen Empire“ eine Fortsetzung in die Kinos. Ein Film, der inszeniert wurde um ihn zu inszenieren – so dass ich ihn mir angesehen habe, um ihn mir anzusehen.
Nach dem Umzug von der Prärie Oklahomas ins städtische New York hat sich die Familie Spengler in der legendären Ghostbuster-Feuerwache niedergelassen. Doch leider sind die Streifzüge auf der Jagd nach Geistern dem Bürgermeister ein Dorn im Auge, so dass es vor allem die junge Phoebe trifft, die zu einer Zwangspause verdonnert wird. Noch ahnen Sie und die weiteren Geisterjäger um ihren Bruder, ihrer Mutter und ihrem „neuen“ Stiefvater sowie ein paar Altbekannte nicht, dass ein uraltes Artefakt mit ungeahnter Energie auftauchen und sie vor eine neue Herausforderung stellen wird.
Ich glaube ich werde vermutlich nicht der Einzige sein, der bei diesem Film das sehr zweischneidige Schwert des „False Advertising“ ansprechen wird. Klar bekommt man in gewisser Art und Weise das, was im Trailer suggeriert wird, aber bis dahin dauert es durchaus seine Zeit. Bis dahin ist der Film eine sehr mild unterhaltsame Angelegenheit, bei der für Fans ohne große Erwartungshaltungen und Ansprüche genug Futter gegeben wird, woran sie sich erfreuen könnten. Denn der Film hakt natürlich im Rahmen seiner Möglichkeiten extrem viele Punkte auf seiner Checkliste ab, wenn es um Referenzen und Elemente klassischer Ghostbuster-Filme geht, wirkt dabei aber sehr holprig, sprunghaft und macht damit zu viele Fässer hintereinander auf ohne in die Tiefe dieser Fässer zu gehen. Der wirklich vermutlich einzige Grund für diese Fortsetzung ist, dass man hier noch nach den Möglichkeiten des neuen modernen Kinos auch noch andere Möglichkeiten hat, Ghostbusters-Action, die sich auch sehen lassen kann, nach New York zu transferieren und damit an den Ort des Ursprungs zurückzukehren. Und diese zweischneidige Eislanze eines uninspirierten Films liegt für mich irgendwo zwischen „Cool“ und „kalt gelassen“.
„Ghostbusters: Frozen Empire“ - My First Look – 6/10 Punkte