Review

iHaveCNit: Imaginary (2024) – Jeff Wadlow – LEONINE

Deutscher Kinostart: 14.03.2024

gesehen am 14.03.2024

Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 4 – Reihe 9, Platz 18 – 20:20 Uhr

Im Fahrwasser von bereits bekannten Horror-Hits aus dem Hause Blumhouse und vermutlich auch mit ein wenig Vorlauf zu John Krasinskis später erscheinenden Komödie mit Ryan Reynolds mit einem ähnlichen Namen und ähnlichem Thema hat man sich gedacht mit „Imaginary“ ein Horror-Drama in die Kinos zu bringen, der durchaus interessant ist, aber für sein volles Potential nicht die gesamte Vorstellungskraft ausnutzen konnte.

Die Kinderbuchautorin Jessica ist seit einiger Zeit mit dem Musiker Max zusammen. Beide entschließen sich, gemeinsam mit Max Töchtern Alice und Taylor in das ehemalige Elternhaus zu ziehen. Die junge Alice jedoch scheint noch in ihrer Trauer bei ihrer leiblichen Mutter zu hängen, so dass es für sie ein scheinbar glückliches Ereignis ist, im Keller des Hauses einen Teddybären zu finden, den sie fortan Chauncey nennt und sich zunehmend in ihrem Spiel mit ihm verliert während sich mysteriöse Zwischenfälle um sie herum häufen.

Ein junges Kind, eine unverhoffte Freundschaft, die hilft über ein Trauma oder die Trauer hinwegzukommen und mysteriöse Zwischenfälle – das ist nicht wirklich neu und auch im Horror-Bereich nicht wirklich originell. Da gab es bereits anfang letzten Jahres aus dem Hause Blumhouse den erfolgreichen Hit „M3GAN“. Angesichts des technischen Fortschritts eines KI-basierten Roboterkinds gegenüber einem Teddybären kann man „Imaginary“ auch als „M3GAN 0.5“ bezeichnen. Im Film selbst es natürlich interessant die Dynamiken der Patchwork-Familie, wenn auch auf oberflächliche Art und Weise und auch die entsprechenden tragischen Dramen auf sowohl der Seite von Jessica als auch bei Alice zu betrachten, was dem Film hier eine gewisse emotionale Ebene gibt. Es ist durchaus auch interessant, wie der Film bei seinem durchaus vorhandenen Spannungsaufbau entsprechende Spannung aufbaut und mit den Erwartungen spielt, selbst wenn es letztendlich ein wenig harmlos und inkonsistent wirken kann. Wer vielleicht nach dem Trailer einen kreativen Teddybären-Slasher erwartet hat, bekommt diesen wenn überhaupt nur eben auf sehr harmlose Art und Weise. So kreativ und „mindbending“ der gesamte Film am Ende wird, so konterkariert genau das den eigentlich natürlichen, bodenständigen Beginn des Films und effektetechnisch ist der Film auch nicht unbedingt der Rede wert. „Imagine“ - wie viel in diesem Film stecken hätte können, hätte man das Potential wirklich ausgenutzt.

„Imaginary“ - My First Look – 5/10 Punkte





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