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Im Grunde kein schlechter B-Film, grundsolide 6 Sterne hat sich der Film redlich verdient. Im Rahmen seiner Möglichkeiten erzählt der Film seine Geschichte mehr als solide, ist glänzend gespielt und auch sonst handwerklich mehr als in Ordnung. Hätte sogar fast für einen Stern mehr gereicht, jedoch haut einen das Drehbuch jetzt nicht vom Hocker. Die Mischung aus Sozial- und Gangsterdrama ist letztendlich nichts neues, bietet so einige Klischees, ist ziemlich unspannend und erzählt nichts wesentlich Neues.

Worum gehts? Ein Ex-Knacki, einst als junger Kerl nach dem Mord an einem anderen Typen in den Bau gewandert, kommt mit Ablauf von Strafe und Bewährung zurück in sein altes Viertel, um endlich sein Kind kennenzulernen, das er noch nie gesehen hat. Er nähert sich dem fast erwachsenen Teenager an, ohne sich zunächst auszugeben. Dann ist da seine Ex, die das Kennenlernen zwischen rebellischem Teenager und seinem Vater verhindern will, da sie sonst die Kontrolle verliert. Dann ist da der Bruder des Toten von damals, der den Tod seines Bruders nie richtig verwunden hat. Dieser Typ arbeitet für einen Drogengangster, dessen debiler Neffe sein bester Freund ist. Als dieser beste Freund ihm die Freundin ausspannt, er seinen Haupt-Job verliert und die Mutter aus Gram über die Entlassung des Mörders ihres ersten Sohnes beinahe am gebrochenen Herzen stirbt, dreht er nun durch und beschliesst Rache zu nehmen. Währenddessen versucht sein nicht so heller Kumpel sein eigenes Drogending zu drehen, was gründlich schief geht.

Etwas kompliziert und die einzelnen Handlungsstränge kreuzen sich alle am Ende, das nicht Jeder überleben wird. Dabei ist die Storyline um den Möchtegern-Gangster etwas daneben, läuft sie doch ins Leere und erfüllt keinen größeren inszenatorischen Zweck. Die Hauptgeschichte mit der Konfrontation des Bruders mit dem Ex-Knacki verliert dadurch etwas an Gewicht. Schade, denn Luke Evans als geläuterter Knacki kommt wirklich gut rüber.

Fazit: Guter Film, schwaches Skript. Für ein B-Movie aus dem Verlierer-Milieu durchaus sehenswert. Aber da wäre mehr drin gewesen.


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