Review

Mit Elizabeth Hurleys Satans-Darstellung hat die Emanzipation nun auch die gute alte Hölle erreicht.

Wenn der trottelige IT-Techniker Elliot (Brendan Fraser) um die Ecke kommt, ergreifen seine Kollegen die Flucht. Auch für seine Traumfrau Alison (Frances O'Connor) ist er Luft. Eines Abends erscheint ihm dann der Teufel (Elizabeth Hurley) in Gestalt einer sexy Frau. Die Leibhaftige bietet ihm sieben Wünsche im Tausch gegen seine Seele an. Da Elliot der Dummkopf vom Dienst ist guckt er sich nicht das Kleingedruckte in seinem Vertrag durch und lässt sich auf den Deal ein...

Der Satan wurde schon von großen Charakter-Darstellern wie Al Pacino, Robert De Niro und Gabriel Byrne verkörpert, doch hier tritt er erstmals in Gestalt eines erotischen Weibsbildes auf. Da der Part zu Liz Hurley (Austin Powers) passt, nimmt man ihr ihn locker ab. Brendan Fraser (Die Mumie) spielt den Trottel von Nebenan und man kann sich mit seiner Leistung zufrieden geben, auch wenn Jim Carrey oder Ben Stillers dies hätten besser machen können. Die unterschiedlichen Rollen, die Fraser dann spielt, reichen von gut über passabel bis zu einfach nur dumm. Frances O'Conner (Windtalkers) wirkt dermaßen blass, dass ich nicht verstehen kann, warum Elliot sich wegen der mit dem Teufel einlässt.

"Teuflisch" ist zwar stellenweise echt lustig, doch man hätte wesentlich mehr drauß machen können. Die Idee, dass man mit seinen Wünschen vorsichtig sein muss, ist ziemlich alt, aber mit sieben Wünschen sollte doch auch der größte Vollidiot zurechtkommen. Wenn Elliot schon so vage Wünsche äußert, warum korrigiert er dann mit dem nächsten Wunsch die Fehler nicht? Wenn ich z.B. ein Millionär mit Hang zum Drogenhandel geworden bin und mir passt das nicht, dann wünsche ich mir eben, dass ich nicht mit Drogen deale. Und wenn der Teufel mich trotzdem reinlegen will, dann muss er schon etwas subtiler vorgehen. Damit wäre ein solches Duell erst wirklich interessant. Oder Elliot hätte sich auch einfach ein Schäferstündchen mit dem Teufel wünschen können, denn der wäre mir bei weitem lieber als Frances O'Conner.

Somit ist "Teuflisch" eine halbwegs gelungene Komödie, die man hätte besser machen können.

Details
Ähnliche Filme