Teufel Liz Hurley versucht Brendan Fraser die Seele abzunehmen
Story:
Elliott (Brendan Fraser) hat keine Freunde, kommt bei den Frauen nicht sonderlich gut an und führt kein sonderlich zufriedenes Leben. Da tritt auf einmal eine wahnsinnig gut aussehene Frau in sein Leben. Sie stellt sich als Teufel (Liz Hurley) vor und will einen Vertrag mit ihm abschließen. Wenn sie ihm eine bestimmte Anzahl an Wünschen erfüllt, erhält sie seine Seele. Der anfangs skeptische Elliott willigt ein. Leider legt der Teufel jeden Wunsch irgendwie so aus, dass irgendetwas falsch läuft. Erst spät merkt Elliott, dass der Teufel ihn eigentlich nur betrügt und seine Seele will. Wie soll diese nach dem letzten Wunsch retten?
“Wishmaster” goes Mainstream: Die aus “Wishmaster” bekannte Story wurde ein wenig abgewandelt, der Sinn ist aber der gleiche. Das Böse (Teufel/Wishmaster) will eine Seele und erfüllt dem Wünschenden dann eine bestimmte Anzahl von Wünschen, die gegen den Wünschenden ausgelegt werden. Am Ende kann man sich mit dem letzten Wunsch retten. Die „Wishmaster“ Story wurde in eine Komödie verpackt und die Brutalität rausgenommen. Das Muster bleibt. Die Story hat zwar nette Ideen, dennoch ist alles nur geklaut.
Musik:
Meist hippe Rock- und Popmusik wie es sich für so einen modernen Film gehört. Bei den jeweiligen Wünschen wird das variiert, so gibt es zum Beispiel auf einem Dinner ruhige Tanzmusik etc. Lieder fehlt mir der gute OST. Der eine oder andere Evergreen kann das Problem aber teilweise beheben.
Atmosphäre:
Eigentlich sollte man bei einer Komödie herzhaft lachen können. Leider kommt der Film nicht über ein paar Schmunzler hinaus. Das liegt zum einen an den platten Gags, die wie recycelt wirken und die man glaubt irgendwo schon mal gesehen zu haben. Elliott ist als liebenswerter Trottel zwar ganz nett, nur beginnt er während des Films mit seiner Naivität dem Zuschauer gewaltig auf die Nerven zu fallen. Anfangs tut er einem richtig leid, später würde man ihn am liebsten selber in die Hölle schicken. Die verschiedenen Wunschträume sind gut und phantasievoll inszeniert, nur fehlen halt die Knallerwitze. Der Film besitzt übrigens eine hübsche und glänzende Optik, das liegt nicht zu letzt an Liz Hurley. Sie ist auch schon der einzige Grund, sich den Film anzugucken. Von so einem Teufel wird sich jeder gern verführen lassen. Hurley hat mit ihrer trockenen Art (gibt immer witzige Ereignisse, wenn Elliott grade aus seinem Wunsch zurück kommt) wenigstens ein paar Lacher auf ihrer Seite. Dennoch hätte ich mir einen Schuss mehr Boshaftigkeit gewünscht. Aber spätestens nach dem dritten Wunsch weiß der Zuschauer, was ihn weiter erwartet und das wird langweilig. Abwechslung fehlt der Komödie. Erwartungsgemäß erfolgt dann auch ein Ende, das beide Parteien irgendwie zufrieden stellt. Nur der Zuschauer schaltet enttäuscht aus.
Schauspieler:
Liz Hurley überzeugte mich als Teufel auf der ganzen Linie. Im knappen meist rotem Outfit oder witzigen Anspielungen a la „BAD“ auf ihrem Shirt ist sein ein wahrer Traumteufel *gg*. Geschickt spielt sie mit ihren Reizen (WOW!!) und umgarnt Eliott doch recht heftig. Ein Traum von einer Frau.... Humor beweist sie durch ihre lockere Art den teufel zu spielen. Mit staubtrockenen Humor geht sie ihrem Geschäft nach. Seelen für die Hölle zu gewinnen.....
Brendan Fraser nervt mich dagegen sehr. Schon in den beiden Mumienfilmen ging er mir mit seinen Slapstickeinlagen auf die Nerven. Hier wird es noch schlimmer. Mit seiner naiven, nervigen Art strapaziert er die Geduld der Zuschauer doch sehr. Ein bisschen weniger Dummheit und Naivität wäre nicht schlecht gewesen. Dafür hätte er ja einer Mumie über den Weg laufen können. Mal im Ernst: Leute wie Jim Carrey beherrschen diesen Job viel besser.....
Fazit:
Der Film bietet eine gute, wenn auch abgekupferte, Idee. Leider sind die Gags meist nur auf mittelmäßigem Niveau. Liz Hurley entschädigt für viel, eine Augenweide...... Ihr Vertragspartner Brendan Fraser ging mir dafür immens auf die Nerven. Nur für Hurley Fans ein Muss......