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Aufgrund eines Durcheinanders bei der Abschlussfeier mit Diplomvergabe erhält der von Buster Keaton gespielte Protagonist die Aufgabe, das Haus eines Kunden mit allerlei elektrischem Firlefanz auszustatten. Dass das auch aufgrund eines rachsüchtigen Studienkollegen nicht reibungslos verlaufen wird, ist klar.

Der 1922 im zweiten Anlauf fertiggestellte Film ist somit eine Nummernrevue von Einfällen, wie man einen Haushalt mit allerlei (mehr oder minder sinnvollen) Gerätschaften ausstattet. Wobei die titelgebende Elektrizität hier als Antrieb für allerlei Merkwürdigkeiten herhalten muss. Dem Entstehungsjahr geschuldet ist diese Technologie eben noch mit einem gewissen Mysterium ausgestattet. Die vorgeführten Erfindungen sind mitunter bar jeder Nützlichkeit, aber darum geht es auch nicht. Hier sollen die Einbauten in gewisser Folge für Wunderlichkeit und Lacher sorgen und was das angeht, gibt es einige gelungene Ideen.

Keaton wird dabei in der rasanteren zweiten Hälfte physisch mehr gefordert, insgesamt ist „The Electric House“ aber nicht der originellste Beitrag in seinem Schaffen. Klar sind die Gadgets überwiegend albern und praktisch unpraktisch, dennoch kommt erst später Tempo und Einsatz auf. Trotzdem wegen der flotten zweiten Hälfte und manchem Einfall einen Blick wert, wenn auch nicht Keatons bester Kurzfilm.

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