Review

Y2K versucht, Horror, Teenie-Komödie und 90er-Nostalgie zu mixen – und scheitert dabei kläglich. Die Grundidee mit durchdrehender Technik zum Jahr-2000-Bug klingt erst mal spannend, wird hier aber völlig unoriginell und lieblos runtergerattert. Der Film fühlt sich eher an wie ein zusammengewürfeltes Potpourri aus Ideen, die man schon besser gesehen hat.

Die Figuren sind größtenteils reine Klischees. Die stereotypischen Kiffer-Typen machen ihre Szenen, ohne Tiefe oder Entwicklung, und der Hauptcharakter Laura, gespielt von Rachel Zegler, schafft es nicht, eine Verbindung zum Zuschauer aufzubauen. Die Liebesgeschichte ist langweilig und vorhersehbar, die Dialoge oft flach.

Technische Geräte, die zum Leben erwachen, hätten Potenzial für Grusel oder schwarzen Humor – hier wirken sie aber eher wie ein misslungener Gag, der kaum ernst genommen werden kann. Die Designs der durchdrehenden Maschinen sind dabei weder bedrohlich noch originell.

Die 90er-Jahre-Atmosphäre wird nur oberflächlich angekratzt und fühlt sich eher aufgesetzt an. Statt echter Hommage bekommt man ein paar bunte Accessoires, die das flache Drehbuch nicht retten können.

Rachel Zegler spielt die Hauptrolle – und ganz ehrlich: Ich finde es lächerlich, dass sie sich nach dem Schneewittchen-Fiasko und den ganzen umstrittenen Aussagen und ihrem Verhalten überhaupt noch traut, in einem Film wie diesem aufzutreten. Ich bin echt erstaunt, dass Filmstudios dieser Frau überhaupt noch eine Bühne bieten.

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Fazit

Y2K ist weder Horror noch wirklich lustig oder spannend. Für Fans von gut erzählten Geschichten oder echten Figuren ist der Film eine Enttäuschung. Wer einfach nur einen lauen Retro-Schinken ohne Herz und Anspruch sehen will, kann’s probieren – aber ich erwarte das etwas mehr.

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