Um die untersten Gurken noch einigermaßen zu vermarkten, fährt man bei Asylum bekanntlich die großen Geschütze auf, um dem geneigten Publikum ein aufwendiges Szenario zu suggerieren. Hier deuten Titel und Cover mindestens auf einen Weltuntergang hin, doch in Wahrheit tummelt sich eine Handvoll Leute in irgendwelchen Labors.
Area 51: Als eine organische Probe vom Planeten Proxima B untersucht wird, gerät diese rasch außer Kontrolle und verselbstständigt sich. Da die Xenobots sich stets neu formieren, müssen sich Forscherin Celeste und ihr Ex Wege überlegen, die außerirdische Bedrohung in den Wänden von Area 51 zu halten…
Vorweg: Rund zehn Minuten tritt das Geschehen im finalen Akt ans Tageslicht und für zwei, drei kurze Momente ist Los Angeles (oder eine andere Metropole) zu sehen. Den Rest verbringt man gefühlt in Isolation, um der Bedrohung in Form von außerirdischen Biorobotern Herr zu werden.
Deren Anblick schürt primär in der ersten Hälfte rein gar keinen Schrecken, denn die Miniroboter sehen aus wie fliegende Pixel, die sich zu einem Sog formieren. Sie verletzen oder töten zwar die wenigen Anwesenden, doch damit geht zu fast keiner Zeit Blutvergießen einher. Im Gegenteil: Entweder sie lassen die Leichen wie unversehrt zurück oder man tilgt das Opfer gänzlich vom Erdboden, da die Bedrohung neues organisches Material zu benötigen scheint.
Mit den beteiligten Figuren ist derweil wenig anzufangen. Ein Michael Paré steht da meist unbeteiligt und unterfordert herum, während Paul Logan als Anführer eines vermeintlichen Spezialkommandos während der rar gesäten Auseinandersetzungen völlig drüber performt. Die übrigen agieren allenfalls zweckdienlich, doch die dazugehörigen Figurenzeichnungen tendieren gegen null. Ähnliches gilt für den bemühten Score, der völlig austauschbar im Hintergrund galoppiert.
So wandert man zwischen sterilen Räumen hin und her, analysiert irgendwelche Werte und spätestens im Mittelteil ermüdet das Szenario vollends. Da hilft es wenig, dass sich die Roboter im Verlauf zu spinnenartigen Figuren formen, denn das Pixelige bleibt bestehen. Und natürlich wird munter drauf losgeballert, obgleich längst klar ist, die Wesen damit allenfalls für Sekunden aufzuhalten. Leider gestaltet sich das Szenario nicht trashig genug, um zumindest auf diesem Wege eine Form von Unterhaltung zu initiieren.
Denn die Geschichte bemüht stets neue absurde Wege, die Miniroboter zu bekämpfen, was über anberaumte Schwerelosigkeit bis hin zum Einsatz von EMP reicht. Durchdacht ist das Drehbuch überdies nicht und von Spannung kann erst gar keine Rede sein, während die Action ohne erkennbare Schauwerte in Szene gesetzt ist.
Also nicht vom äußeren Eindruck täuschen lassen: Die Invasion der Welt spielt sich hier in einem langweilig gestalteten Rahmen komplett unspektakulär ab.
Knapp
3 von 10