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Found Footage-Kröte?

Zwischen einer gestreckten und ausgedehnten „V/H/S“-Episode, Biounterricht und dem Klassiker „Blair Witch Project“ kommt dieser Found Footage-Creature Feature über ein Kamerateam, dass der berühmten Sagengestalt, dem „Loveland Frogman“, genauer auf den Grund geht und von seiner Wahrhaftigkeit sowie Boshaftigkeit überrascht wird… 

Warzen und alles

Found Footage trifft Monstermovie? Mit diesem coolen Poster? Und dieser knackig-verlockenden Laufzeit? Count me in! Erstaunlich, dass sich „Frogman“ trotz seiner nur 80 Minuten dennoch lang anfühlt. Gerade die erste Hälfte ist erstaunlich zäh und quasselnd. Auch etwas atmosphärisch, aber insgesamt dann doch arg die Nerven tretend. Ich will gar nicht wissen, wie viele da schon ausmachen, die Found Footage wesentlich negativer gesonnt sind als ich. Die würden jedoch eine einigermassen entschädigende zweite Hälfte verpassen, die immerhin noch etwas aufdreht und abgeht. Deutlich gekürzt und konzentriert hätte das als „V/H/S“-Episode sicher wesentlich mehr Sinn und Spaß gemacht. Aber auch so ist „Frogman“ ein trashig-mitternachtiger Wackelkamera-Bierfilm, bei dem man ruhig in der ersten Hälfte labern, saufen, lästern kann. Wie früher bei Drive-In-B-Movies. Jetzt halt eben auf dem Handy oder im Bett. Schade, dass „Frogman“ es trotz seines geschwätzigen Beginns nicht schafft eine bessere Verbindung zu den Figuren aufzubauen. 

Fazit: kein Found Footage-Hit, aber auch kein totaler Flop. Mit etwas Geduld bekommt man (für diese Voraussetzungen) last but not least einen fies-spektakulären Showdown. Der lahme Aufbau kann aber abschrecken. Man sollte mindestens Found Footage-zugewandt und gnädig sein. 

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