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Dieses recht unverhohlene BLAIR WITCH PROJECT Plagiat vereint so ziemlich alles, was man am Found Footage-Film hassen kann: unsympathische Darsteller, verwackelte Videoaufnahmen in miserabler Qualität, elend langes Abfilmen banalster Situationen und Dialoge.
Das konnte man zwar bei BLAIR WITCH auch bemängeln, doch hatte dieser zum Ausgleich eine unheimliche authentische Atmosphäre und ein wirklich schauerliches Ende zu bieten. FROGMAN ist einfach nur nervig.
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Der Anfang mit der Familie, die ihren Ausflug im Jahre 1999 mit dem Camcorder aufzeichnet, ist gut. Leider verlässt der Film diesen Pfad recht schnell und wird dann doch nur zu einer weiteren dieser viel zu spät eintrudelnden Variationen von BLAIR WITCH PROJECT und in Mies. In diesem Fall sind die beiden Kerle und das Mädel, wie sie planlos in den Wald reinlaufen, um nach einer Legende zu suchen, ausgesprochen unsympathisch. Gleiches gilt für die grimmigen Bewohner des Kaffs, auch wenn sie diesmal aus dem düsteren Mythos Kapital schlagen. Nachdem zuerst unnötig viel Zeit mit Geplänkel vergeudet wurde, überschlagen sich im Finale die verrückten Ereignisse - typisches Pacing-Problem: Warum wurden all die guten Ideen nicht besser über die Laufzeit verteilt? Darum leider nur eine mäßige Monstershow mit ein paar wenigen gelungenen MakeUps.