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Der mürrisch-misantropische Einzelgänger bekommt die aufgeweckt-moderne, Instagram-nutzende Polizistin aufgezwängt. Die typische Buddy-Cop-Konstellation: Zwei gegensätzliche Lebenswelten, die nach anfänglichen Reibereien lernen, sich zu schätzen. Darauf liegt auch der Schwerpunkt, ein übergeordneter Fall wird zunächst nicht thematisiert. Man sieht die beiden bei Streife durch die Stadt fahren und Kaffee trinken. Unterbrochen wird das von kurzen Episoden, etwa einem sich selbst verletzenden Junkie oder der Verhaftung eines Dealers samt schwangerer Frau. Richtige Actionszenen fehlen völlig. Das Ganze wirkt wie der Pilotfilm zu einer (bis auf zwei blutige Erschießungen) handzahmen TV-Serie und das abrupte Ende kündigt einen zweiten Teil an. Kein großer Wurf, aber die Chemie zwischen den Cops stimmt, sodass keine Langeweile aufkommt.