Ein großartig gut gelaunter Soundtrack, der so ziemlich bei allem
abkupfert, was inm Genre des Unterwasserfilms in Italien verbrochen
wurde.
Andres Garcia hier der einzige, der als eingefleischter Macho unterhält.
Mystery-Haie, die wie eingeschläfert am Meeresboden herumliegen.
Das waren die einzigen Lichtblicke.
Der Gangster-Seitenplot ist schlecht motiviert und völlig uninteressant.
Auch Janet Agren ist denkbar uninteressant hier, Monreale schaut zwar hübsch aus, macht aber auch nichts. Stockkonservatives Frauenbild durch und durch.
Selbst für Freunde des Italofilms ein zäher Brocken, wie so ziemlich alles, was Regisseur Ricci gedreht hat. (Großartig in seinem Wahnsinn hingegen das Barbarenfilmchen 'Thor'.)
Der wenig begabte Mann hat immerhin so etwas wie einen eigenen, wenn auch etwas einschläfernden Stil entwickelt, der seine Produktionen besonders billig aussehen läßt. Ich frage mich: Waren sie das wirklich?
Mit dem Charme einer 70er-Jahre Hornbrille, mit einem Zwinkern zum TV-Movie der 80er hinüber. Der da war jedenfalls noch im Kino, was sich am breiten Format zeigt.
Lang nicht so sleazig und unterhaltsam wie Rene Cardona's Tintorera! (1977er in Mexiko gedrehtes Haifilmchen, ebenfalls mit Garcia in der Hauptrolle), für den ich hier eine heiße Empfehlung ausspreche.
Für diesen hier braucht man jede Menge Geduld. Viel zu wohlwollend naiv und actionarm, die Story ist zwar absurd, aber bringt nicht mehr als ein müdes Lächeln: zu wenig die Einfälle, wenn sie auch jämmerlich wenig durchdacht sind. (Wohin verpufft die anfängliche Polizeiermittlung gegen Garcia???)
Ich hab Tonino Ricci 50 Minuten gegeben; dann begann ich zu spulen...