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Der Taucher Andres war ein halbes Jahr lang verschollen - quasi vom Ozean verschluckt. Nun taucht er wieder auf, ohne Erinnerung an die letzten 6 Monate. Währenddessen stürzt ein Flugzeug am Bermuda-Dreieck ins Meer. An Bord die exquisite Ladung eines Gangster-Bosses, welcher unbedingt seine Fracht geborgen haben möchte. Er heuert daraufhin Andres und seinen Freund Enrique an, die Ladung aus den Tiefen zu fischen, allerdings mit dem heiklen Unterfangen, das sich auch Haie im Gewässer herumtreiben. Und nicht nur diese Gefahr lauert unter Wasser, sondern auch eine mysteriöse Macht, welche alle Lebewesen im näheren Umkreis in die Tiefe zieht.

Mit HAIE AM TODESRIFF hat Tonino Ricci ein nettes Sonntagnachmittags-Abenteuer mit mysteriösen Elementen abgedreht. Zwar könnte man meinen, das es sich hier um ein erneutes JAWS-Rip-Off aus Italien handelt - dem ist aber zum Glück nicht so. Der Film beschreitet eigene Pfade und gegen Ende wird nach der Hai - und Gangsterhatz auch noch kräftig die Mystery-Keule geschwungen.

Auch die Hauptdarsteller sind keine Unbekannten im italienischen B-Filmkosmos: Janet Agren spielt die Freundin unseres Hauptakteurs und Arthur Kennedy darf den Ganoven mimen. Das restliche Ensemble fällt auch nicht unangenehm auf und erledigt seinen Job solide.

Musikalische Untermalung gab’s diesmal von Stelvio Cipriani, welcher aber auch schon besseres fabriziert hat. Dennoch bekommt man von seinem Score keinen Ohrenkrebs und seine funkigen Klänge passen gut zur damaligen Zeit.

Die Haifisch-Aufnahmen sehen in der Tat nicht billig aus und auch wenn der Streifen viel unter Wasser spielt, taucht zum Glück wenig Langeweile auf. Gegen Ende dürfen die vorher eher zurückhaltenden Killerfische schön auf’s Gaspedal drücken und das Meer färbt sich dementsprechend rot.

Fazit: Nettes See-Abenteuer ohne großartigen Höhepunkte oder Tiefschläge, passend zum Kaffeetrinken am Wochenende. Leider in Deutschland nur auf VHS für’s Heimkino erhältlich.


(7/10)

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