Vier junge Frauen, von denen jede etwas angestellt hat, geraten in eine private Besserungsanstalt. Nicht nur hinterhältige Mitinsassinnen machen ihnen das Leben schwer, auch das Personal ist sadistisch veranlagt. Da kommt es nach diversen Todesfällen zum Aufstand.
Nicht viel Neues aus dem Frauenknast hat Bad Hirls Dormitory zu verkünden. Wobei wirklich knastig geht es in dieser Besserungsanstalt aber eher nicht zu. Da kann man sich schon mal suizidär aus nicht gesicherten Fenstern stürzen, im Kellerarchiv ein Ziarettlein qualmen und auch die dezent aufgestellten Spielautomaten zeugen da doch eher von einem Minimum Security Bau, statt von einem St. Quentin Äquivalent für Chicas. Dazu kommt noch, das so ziemlich alle Insassinnen alles andere als Minderjährig aussehen, sondern eher schon Mitte bis Ende Zwanzig.
Zu sehen gibt es allerdings nur die genretypischen Abläufe, ohne dabei allzu explizit oder hart zu werden. Erstmal werden die Neuzugänge kurz vorgestellt, dann bittet der schleimige Doktor zum fröhlichen bücken und Vaginalinspektion (wozu der alte Schmierlappen deutlich seinen Schutzhandschuh extra auszieht, überhaupt besteht das Personal mal wieder aus nicht gerade vertrauenswürdigen Leuten, aber so viel besser sind die Mädels beim lustigen Drogen schmuggeln auch nicht gerade.
Nicht gerade hilfreich ist dabei auch so etwas wie ein roter Faden. Wer soll denn überhaupt die Hauptrolle spielen? Mal wird die Episode der Schwangeren in den Vordergrund gestellt, dann wieder die Drogen, mal ist es die Dame mit ihrem Latino Freund, dann die beiden Schwestern. Es wird munter durchgewechselt, dazwischen ein wenig geduscht oder kopuliert und am Ende der große Aufstand durchgezogen.
Das spielt sich jetzt alles nicht langweilig ab, aber auch nicht wirklich überraschungsreich. Für Freunde des Frauenknastes und Hobby-Sozialpädagogen ist das Ganze vielleicht noch interessant, aber Otto Normal Konsument hat hier kaum etwas verpaßt.
5/10