Review

Achtung, aus 2023 kursieren zwei Filme mit gleichem Namen. In diesem hier arbeiten die koreanischen Schwergewichte Kim Jee-won und Song Kang-ho nach längerer Zeit mal wieder zusammen. Das ist schon mal verheißungsvoll und das Ergebnis kommt eventuellen Erwartungen dann auch erfolgreich nach. Wir bekommen ein Film in Film Konstrukt, welches sicher autobiographische Züge beinhaltet. Ein Klagelied eines Regisseurs über die Schwierigkeiten einer Produktion. Wer sich schon mal mit dem Thema beschäftigt hat, wird sicher herausgezogen haben, dass die Drehzeit die Hölle sein kann. Stress, physisch und psychisch an alle Stellen, ständiger Zeit- und Budget-Druck, Ärger mit den Produzenten, Befindlichkeiten von Schauspielern und generell Probleme am Set. Hier speziell noch, wir sind im Süd-Korea der 70er, der Umgang mit staatlichen Behörden. Alles zu Lasten der künstlerischen Freiheit! Doch keine Sorge, der Film ist weitaus weniger schwer und dramatisch, denn humorvoll angelegt. Ein unterschwelliger Humor, aber trotz kultureller Unterschiede sehr eingängig. Höhepunkt dabei ist sicher das große Finale, welches auch den interessantesten Part hinsichtlich Einblicke in die Dreharbeiten eines Films gibt. Dennoch gibt es einen Haken und jener ist die Filmlänge. Ich kann nicht mal konkret vorwerfen, dass es viel Potenzial für Kürzungen gäbe, aber circa eine halbe Stunde macht hier aus einer Feder einen Stein. Es gibt halt kein Vollkommen, das muss auch Regisseur Kim ununterbrochen feststellen. Und nach dem Film ist vor dem Film. Auch für uns Zuschauer, ist dieses Werk zwar amüsant, aber doch schnell wieder vergessen.

Details
Ähnliche Filme