Review
von Leimbacher-Mario
Atmosphäre, Atmosphäre, Atmosphäre!!!
„I Bury The Living“ ist eine klassische Grusel- und Mysterystory über einen neuen Friedhofsmanager, der auf der Übersichtskarte seines „Hoheitsgebiets“ jeweils schwarze und weiße Stecknadeln in die Gräber steckt - schwarz für Tote, weiß für reservierte Plätze, aber eben noch lebende Menschen. Als er sich mit den Farben jedoch einmal vertut, verstirbt diese Person plötzlich und frühzeitig in der darauffolgenden Nacht - hat unser Protagonist vielleicht nun die Macht über Leben und Tod an dieser eventuell magischen und definitiv spooky Pinnwand?!
A Tale From The Crypt
„I Bury The Living“ ist im Grunde ein Krimi mit mysteriösen bis übernatürlichen Elementen, die aber die ganze Zeit hinterfragt, doppelbödig und offen gelassen werden. Einen Zombiefilm oder Ähnliches sollte keiner erwarten. Dennoch atmet er morbide Atmosphäre zwischen Friedhof und Okkultem. Eine Serie wie „Twilight Zone“ oder gar Stephen King (der den Film sehr mag und sogar als Inspirationsquelle nennt) hätten sicher ein anderes, aufsehenerregenderes Ende gewählt. Dennoch finde ich „I Bury The Living“ sehr rund, logisch und spannend. Voller Schatten und menschlicher Zweifel. Ein Vorläufer von „Dellamorte Dellamore“ oder „Children Shouldn't Play With Dead Things“. Nur eher in der Realität verwurzelt. Ein Graveyardgeheimtipp!
Fazit: schattige Friedhofsballade über Leben, Tod und viel dazwischen. Zum Schneiden dicht und ziemlich clever!