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Die Amis kapieren's einfach nicht? Oder Fehlschlag auf allen Ebenen?

In dieser ungewöhnlichen und sehr europäisch-bizarren Horrorcomedy (hierzulande auf Amazon Prime!) gerät eine Sitcom aus den Neunzigern diabolisch aus den Fugen - nur ist das leider weder wirklich lustig noch gruselig. Ein wenig kreativ. Aber die Luft ist schnell raus bzw. war nie wirklich drin...

Early Evening with the Devil

Konzept, Flair und Look - das gebe ich "Krazy House" phasenweise. Nick Frost und die "New Kids"-Macher versuchen viel. Gerade für Kinder von damals wie mich ist sicher das ein oder andere Schmunzeln allein auf Grund Details, Mode oder Atmosphäre dabei. Zwischen Al Bundy und Slimer, zwischen den Dinos und den Flodders. Das trifft Jahrzehnt, Ton und Vibes gut. Und ist nicht allzu lang. Allein deswegen ist das Ding für mich zumindest kein totaler Flop. Sodass es fast schade wirkt, wenn in den Hauptkategorien halt verkackt wird. Oder zumindest nicht mein Geschmack getroffen wird. Weder in Sachen Humor noch in Sachen Horror. Das ist schade. Das ist ein Möchtegern-Tabubrecher. Das ist ein Curveball in Richtung der Umkleidekabinen. Hollywood wird damit noch weniger anfangen können als Europa. Aber im Grunde funktioniert der selbst hinter'm Mond nicht. Zumindest nicht über Mini-Momente hinaus. Dafür muss man keinen Arzt oder Apotheker fragen. Midnight Madness gone wrong. Da hilft kein N64 und keine Bravo Traube mehr. Das funktioniert leider auf dem Papier unendlich besser als in der Umsetzung. Das wäre eventuell auch für eine "V/H/S"-Episode in knapperer Form noch in Ordnung gewesen. So bleibt aber ein fieser Nachgeschmack wie nach einer abgelaufenen Leckmuschel.

Lacher vom Band, Buffalos im Schrank, Teufel als Bank

Fazit: als 90s-Sitcom-Satire eventuell gerade noch in Ordnung. Nur halt sehr holländisch und speziell. Als Genre- oder gar Horrorfilm/-komödie jedoch leider nicht funktionierend. Schlapp. Weird aber nicht wundervoll. Eine trippy Kakophonie.

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