Vittorio kommt aus Rom zurück und wird von seinen Freunden am Bahnhof abgeholt. Sie bringen ihn zu seinem Onkel Nino, der schwer krank ist und ans Bett gefesselt ist. Vittorio lebt bei ihm und seiner Tante, seit seine Mutter bereits sehr jung verstorben war. Für die Pflege des Schwerkranken ist Maria, eine Novizin aus dem ansässigen Kloster, verantwortlich. Onkel Nino erzählt Vittorio von seinen Erlebnissen mit vielen Frauen und er möchte, dass Vittorio ebenfalls auf die "Jagd" geht. Seine Freunde tun dies zumindest ein ums andere Mal. Nur Vittorio bleibt allein. Seine damalige Freundin hat während seiner Abwesenheit jemand anderes kennen gelernt, doch sie möchte weiter Kontakt zu ihm haben.
Und sie versucht Vittorio wieder für sich zu gewinnen, doch das klappt einfach nicht. Onkel Nino möchte, dass Maria sich wie eine Frau anzieht, und nicht wie eine Nonne, denn er möchte in Gegenwart einer Frau sterben. Und Maria sieht sich die Kleidung im Haus an und wird bei der Anprobe von Vittorio beobachtet. Onkel Nino schaut zwar auch in ihre Richtung, aber er ist inzwischen blind und dem Tode nahe. Vittorio begreift, dass er mehr für die 19jährige Maria empfindet, als er vorher geglaubt hat. Aus diesem Grund küsst er sie eines Abends. Doch als Nino stirb, geht auch Maria fort in ihr Heimatdorf zu ihrer Mutter.
Vittorio eilt ihr hinterher um sie wieder zu sehen. Ihre Mutter gibt ihm allerdings zu verstehen, dass ihre Tochter sich der heiligen Madonna verpflichtet hat. Doch als Vittorio das Haus verlässt, kann er Maria auf der Wiese entdecken, und er eilt zu ihr hin. Und beide lieben sich. Als sie dann aufstehen und nackt durchs Gras laufen, hört man zwei Schüsse, und Vittorio bricht tot zusammen.
Warum gehört dieser Film zur Nunsploitation-Serie? Nur, weil dort eine Nonne zu sehen ist und weil in ganz geringen Anteilen nackte Haut zu sehen ist. Aus sonst keinem Grund, denn exploitationartig ist dieser Film hier ganz und gar nicht. Am ehesten passt noch Erotikkomödie, wobei sich die Erotik hier auch auf sehr geringem Anteil abspielt. Die Geschichte ist denkbar dünn und "Verführung einer Nonne" passt hier überhaupt nicht, denn verführt wird hier schon mal gar nicht. Die Novizin Maria kümmert sich als Krankenschwester um den todkranken Nino und mehr zufällig beginnt Vittorios Interesse an ihr zu steigen. Das war es aber auch schon. Er eilt ihr hinterher um sie wieder zu sehen und wird dabei dann getötet. Das ist der einzige Pluspunkt in diesem Film, denn das kam dann doch ein wenig überraschend. Sonst plätschert er so dahin und ist irgendwie langweilig. Keine Spannung, keine Unterhaltung und selbst bei Jerry Springer im Nachmittagsprogramm bekommt man mehr Erotik geboten.
Darstellerisch ist der Film ebenfalls unter aller Sau, denn man erkennt teilweise nicht mal wer jetzt wer ist. Das liegt auch daran, dass gut 1/3 in der Langfassung mit italienischer Originalsprache und deutschem Unterton aufwartet. Es ist zwar gut, dass das mit eingefügt wurde, doch in einem so hohen Anteil, dass es teilweise anstrengend wird, und das auch deshalb, weil die gelbe Schrift der Untertitel nicht wirklich gut zu sehen ist und grammatikalisch manchmal einfach daneben ist.
Diesen Film muss man deshalb auf keinen Fall sehen. Vor der Höchststrafe rettet nur das Ende und der Versuch die Originalversion so gut wie möglich in die deutsche Fassung zu integrieren, was vom Bild her vorzüglich gelungen ist. Das Cover verspricht hier also wesentlich mehr, als schlussendlich gehalten wurde.