Review

In „The Oily Maniac“ aus dem Hause Shaw Brothers verwandelt sich ein Angestellter in ein öliges Monstrum und bestraft Schurken und Missetäter. Die Handlung ist dabei eher nebensächlich, die Dramaturgie ebenso.
Auf den ersten Blick bietet der von Ho Meng-Hua inszenierte Streifen netten Monstertrash, der nicht ernst zu nehmen ist. Dazu ist alles eine Spur zu schmierig (sorry) und der Ablauf nach Schema F lässt keine wirkliche Spannung aufkommen. Die paar zwischenmenschlichen Beziehungen, die hier noch untergebracht werden, wirken konstruiert und lächerlich ausgespielt. Das Kostüm des titelgebenden Rächers ist dabei noch ganz nett geraten und wenn er als schlecht getrickste Pfütze durch die Pampa flitzt, bleibt kein Auge trocken. Die steten Wiederholungen lassen den Spaßfaktor aber dann doch abflauen.

Macht eigentlich nichts, bleibt er eben unterhaltsamer Trash mit Titten, Kills und einem eher semi-talentierten Ensemble. Was zu diesem Ton allerdings nicht so recht passen will, ist das mit der Zeit doch enervierende Thema der Vergewaltigung. So ziemlich jeder Kerl scheint das im Portfolio zu haben und anzuwenden, allerdings sind die Damen auch nicht besser. Selbst der „Held“ hadert von jetzt auf gleich mit seinem moralischen Kompass – kurz gesagt: das gesamte Personal taugt eigentlich nicht viel.

Gleiches gilt für den Goregehalt, außer etwas roter Farbe gibt es da nichts zu sehen, was doch enttäuscht. So bleibt der ölige Irre zwar ein irgendwie unterhaltsamer, wenn auch bekloppter Trasher, immerhin kurzweilig in seiner Doofheit, aber kein Highlight des Genres.

Details
Ähnliche Filme