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Von iQiyi präsentiert und dort für die Abonnenten bereitgehaltener Schwertkampfkunstfilm mit dem ehemaligen Kinoaspiranten John Zhang Jin, hier mit einem Beginn, der Ende das Enden von Schrecken und trotzen ein Ende mit Schrecken andeutet; ein eisiger frostig klirrender Winter nicht genug Brennholz zum Wärmen vorhanden, generell eine schlechte Regierung, auch mit anderen Reserven und Rationen knapp beglückt und rar bestückt, Yin und Yang bilden keine Einheit, die Kamera mit den eifrig arbeitenden Mitmenschen schon. Ein erstes Gimmick, ein zweites folgt zugleich, Kohle gewonnen und hergestellt, dann die Erklärung begonnen, die Erzählung, mit einem Blutbad vor dem Kaiserpalast, der Schnee rot gefärbt und verschmutzt, ein Kampf um den Thron, überall Verrat und zudem eine Menschenjagd ausgerufen, eine bestimmte Person gesucht und ein Hab und Gut:

Während der chaotischen Zeit gegen Ende der Tang-Dynastie usurpierte der Prinz von Liang die Macht und eliminierte heimlich den Thronfolger. Tian An Ye [ John Zhang Jin ], ein bescheidener Holzkohleverkäufer, gerät unbeabsichtigt in diese Verschwörung. In einer Reihe intensiver Schlachten, in denen Verbündete und Feinde verschwimmen, werden die in Tian An Ye verborgenen Geheimnisse und die Wahrheit hinter dem Opfer der Menschen in Liang City enthüllt.

Die Kamera schmuggelt sich zuweilen mit in das Geschehen, als dritte Person, sie ist überall dabei, sie hat überall Augen und Ohren, selbst beim Flüstern in Zweisamkeit ist sie 'dabei', beim Zusammenstecken der Köpfe, es wird über den Zustand, den Status Quo geredet und die 200 Opfer im Eastern Palace, nur einer wagt öffentlich seine Meinung, er wird sofort verhaftet und dem Scharfrichter vorgeführt, eine ebenso öffentliches Urteil und Exekution, den Kopf abgesäbelt vor den zuschauenden Bewohnern. Die Hauptfigur kümmert sich bis dahin nur um seine eigenen Belange, um das geldverdienen durch ehrliche Arbeit, mit einem Begleiter durch das Land reitend, mehr durch Zufall in die Geschichte hineingekommen, am richtigen Ort zur falschen Zeit, ein Kind in die Hand gedrückt bekommen, von einer gejagten und verletzten Frau, bald mit der Armbrust beschossen, zum Kampf gegen eine Überzahl gefordert, mit einer Art brennenden, Funken beim Wirbeln und Aufprall schlagenden Stück. Einfallsreich die Kampfmontage und kreativ die Choreografie zuweilen, technisch in Hochform, im derzeitigen Kino lange nicht derartig gestaltet, vielleicht zuletzt bei Song of the Assassins (2022), dort ein Werk von einem ausgeprägten Spezialisten für Wuxiá und Historical Drama, von Daniel Lee dirigiert.

Hier führt Li Wei die Regie, er zeigt sich interessiert am Geschehen, die Bilder oft dunkel, keine Sonne zu sehen, ein paar Lampions, ein paar Laternen, der Schnee als Hinter- und Untergrund strahlt zusätzlich etwas Licht bei, ein Blick auf die Details. Die Geschichte verständlicher auch zu folgen als beim nächsten Ausflug von Zhang in das Genre, dem The Old Way (2025), der schwer zu dechiffrieren war, hier ist es eine Schutz- und Rettungsmission; das war es dort auch, aber kompliziert geschrieben und mit verschiedenen Plotzügen, hier wird man in den Enge und in den Kampf getrieben.

So fehlt es nach an der nächsten Actionszene, gegen verschiedene Kombattanten und diverse Parteien mit unterschiedlichen Waffen, mit unterschiedlicher Fertigkeit gehandhabt, mit dem ersten Weigern der Aufgabe, dann überredet und in der Zwickmühle steckend, ein privates Gespräch zur Motivation, ein Aufwand gezeigt, beide Parteien auch und ihre Gedanken und Intentionen, an Dekoration reich, an der Herstellung von Lokal- und Zeitkolorit, ein Ausweg gesucht, welcher auch dem Gegenüber gleich bekannt wird und vorkommt, eine lange Reise, mit weniger Enthusiasmus als vielmehr das (letzte) Mittel der Wahl, mit einem Komplott geschmiedet. Eine Attacke erneut bei Nacht wird durch ein scheinbares Feuer abgelenkt, mit wilder Stuntarbeit agiert, mit Gegenwehr aus dem scheinbaren nichts, mit Holz- und Schwertkampf, einer effektvollen Phase, die Treffer deutlich, eine hervorstechende Szene, mit Lüge und Verrat im Anschluss präsentiert. Auf die Schlacht von Tianshan wird oft angesprochen, der Rahmen der Ereignisse umfasst hier mehrere Epochen, hinten die Eiszapfen, vorne die Armeen oder die Einzelkämpfer, Schicksale besiegeln sich. Zuweilen wird mit Wirework leicht nachgeholfen, ansonsten ist das Geschehen relativ bodenständig gehalten, Duelle in überschaubaren Räumen, in Innenhöfen, in Behausungen, dazu ein prallvolles Stadtleben, verschiedene Distrikte, eine Flucht weg und eine Flucht nach vorn, dazwischen eine Gefangennahme, die Hände jeweils mit einem Nagel durchbohrt, der Einsatz riskant, die Konstellation diffizil, die Fallhöhe hoch.






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