Lucas Lowe präsentiert uns mit "King of Kickboxers" einen der sehenswerteren Beiträge zum in den 80ern höchst populären, mittlerweile aber arg ausgetretenen Karate-Film-Genre. Mit Loren Avedon, der bereits in "Karate Tiger 2" die Fäuste schwang, kann Lucas Lowes kurzweiliger Klopper einen bewährten Genredarsteller aufbieten, der seine Rolle gewohnt routiniert umgesetzt hat. Heimlicher Star des Filmes ist jedoch Fiesling Billy Blanks, der sich nicht nur durch ein kompromisslos brutales Auftreten sondern auch durch seine sehenswerten Kampfkünste profilieren kann. Zwar handelt es sich bei beiden Hauptdarstellern um sehr klischeehaften Charaktere aber so sind wir es im Genre ohnehin gewohnt. Fehlen darf folgleich auch nicht das blonde Dummerchen, das selbstverständlich in die Hände des Bösewichts fällt und befreit werden will.
Was den Film etwas aus der Masse hervorragen lässt, ist zum einen die wirklich coole Story um illegale Filmproduktionen mit ihren abwechslungsreichen Locations, zum anderen die sehr unterhaltsame Actionpalette, die mit einigen netten Härten aufwarten kann. Logisch, daß sich "King of Kickboxers" primär an Freunde des Kampfsports richtet, anderweitige Action ist hier typischerweise rar gesät. In jedem Fall ist das Gebotene eine willkommene Abwechslung zum ansonsten meist üblichen Turniergedöns ala "Bloodsport".
Insgesamt sehr solide inszeniert und mit einem altbackenen aber zweckmäßigen Story-Grundgerüst ausgestattet letztlich ein empfehlenswerter Klopper der härteren Sorte. Fans werden garantiert zufriedengestellt, ich für meinen Teil hätte mir neben einer Portion ergänzender Baller-Action vielleicht einen noch talentierteren Regisseur gewünscht! In optischer Hinsicht wurde nämlich nicht das Optimum herausgeholt, auch wenn das Ergebnis sehr zufriedenstellend ist.