Agent Malloy will den Namen seiner ermordeten Frau reinwaschen, die für die CIA tätig war und des Verrats verdächtigt wird. Bald schon sind ihm Killer auf den Fersen und sein Sohn verschwindet.
Wieder ein Werk von Genre-Routinier Jesse V. Johnson, der sich vor allem durch mittelmäßige, dennoch aber gut schaubare Actionthriller auszeichnet. Auch Chief of Station ist ein optisch recht ansprechendes Werk, verliert aber durch das behäbige Tempo und für mich auch durch Aaron Eckhardt, der in meinen Augen zwar einen guten Präsidenten abgeben könnte, aber keinen Actionthriller tragen kann. Für mich fehlt es ihm deutlich an Leinwandpräsenz und Charisma.
Leider kann auch Olga Kurylenko da nichts reißen, die ich zwar gerne sehe, die aber auch zumeist unauffällig bleibt. Einzig Alex Pettyfer gibt den Antagonisten mit kalter Ruhe und Präzision und gefällt dadurch.
Johnson lässt sich viel Zeit damit, die eh schon lahme Story um einen weltweiten Geldwäschering in Gang zu bringen. Sein Protagonist nimmt die Dinge erst nach einer guten halben Stunde in die Hände und macht dann aber auch noch eher gemächlich voran. Es wird viel geredet, einige Längen schleichen sich ein und die Actionszenen sind zwar okay eingefangen, aber alles andere als packend.
So plätschert der Film recht belanglos bis zum Finale vor sich hin, das dann zwar ziemlich geerdet, aber eben leider auch unspektakulär daherkommt. Ein Zweikampf ist recht öde choreographiert und ganz plötzlich sehr schnell vorbei.
Wenn es nichts besseres gibt, kann man den grad mal nebenher schauen. Verpasst man ihn, hat man bei Chief of Station aber auch nichts verpasst. Hat die Welt nicht gebraucht.