Review

Als erneute Realverfilmung der Manga-Reihe von Tsukasa Hojo geht nun beim Anbieter mit dem roten N Privatdetektiv Ryo Saeba dem Tod seines Freundes Hideyuki Makimura auf den Grund. Dabei gerät er an eine mysteriöse Gesellschaft, eine gefährliche Droge und die Schwester des Verstorbenen, die ihn bei den Ermittlungen begleitet.

Oder er sie, denn das Duo muss sich erst zusammenraufen. Leicht hat die Kaori genannte Dame es mit dem unsteten Ryo nicht und allerlei zu bewältigende Situationen sind die Folge. Mal mehr, mal weniger gelungen ist das, was der von Yuichi Satoh inszenierte Streifen bietet. Hier und da mal eine Actionsequenz, meist mit Schusswaffen oder im Nahkampf, was grundsätzlich nett aussieht, aber nie den letzten Wumms entwickelt. Der Humor ist typisch debil bis hysterisch und auch das täuscht letztlich über die dünne Handlung hinweg, für die auch netto neunzig Minuten locker ausgereicht hätten.

Visuell ist das alles recht bunt, zu sauber und glatt, dieser digitale Look wirkt wenig filmisch. Tonal schwankt es zwischen ernst und albern und hier geht es hin und her. Wie es eben in der (auch) japanischen Filmlandschaft nicht unüblich ist. Mal dramatisch oder in homöopathischen Dosen bedrohlich und gleich lässt Ryo wieder den Hallodri raushängen. Muss man mögen. Das ist streckenweise flott, zieht sich in der Mitte etwas, darstellerisch passt das schon – alles in Unkenntnis der gezeichneten Vorlage.

Der Plot ist wenig spannend, schickt seine Figuren eben von A nach B. Das versucht die Neuauflage zwar mit Tempo vonstattengehen zu lassen, schafft dies aber nicht immer. Etwas mehr Action hätte der Chose gut zu Gesicht gestanden, so verteilen sich gelungene und etwas fade Parts über die Laufzeit und ab und an hat man was zu Schmunzeln. Schon irgendwie doof. Aber nicht schlimm.

Details
Ähnliche Filme