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Zwei New Yorker Kriminalbeamte einer Spezialeinheit, DaSilva und Fox, haben den Auftrag, einen der gefürchtesten internationalen Terroristen, Wulfgar, zur Strecke zu bringen. Wulfgar ist ein gefühlloser Killer, der nur für Geld arbeitet, in London ein Kaufhaus in die Luft gejagt hat und jetzt in New York einen Anschlag gegen UNO-Delegierte plant.

Zwischen Rocky II und Rambo drehte Sylvester Stallone den Action Thriller Nachtfalken. Der Schwerpunkt liegt allerdings auf dem Thrillerpart, der sich nach einiger Zeit auf das Katz und Maus Spiel zwischen dem harten New Yorker Undercover Cop und dem zugereisten Top-Terroristen Wulfgar konzentriert. Vorher darf Held DaSilva in Frauenklamotten Kleinganoven verhauen, seinen Vollbart spazieren tragen (man sieht hier wirklich ganz neue Bilder von Stallone) und generell mit seinem Partner für Ordnung in blühenden Vorstädten wie der Bronx sorgen.
Hier sorgen die beiden recht kompromißlos für Recht und Ordnung, Drogenküchen werden ausgehoben und Flüchtende werden ausgeknockt und bekommen anschließend ihre Rechte vorgelesen. Widerwillig treten sie eier neu gegründeten internationalen Anti-Terror-Einheit bei. Seltsamerweise spielt hier Da Silva, trotz 52 bestätigten Erschießungen, den Sittsamen und sträubt sich dagegen ohne moralische Berechtigung Menschen zu erschießen, Terrorist hin oder her.
Nach der ersten Begenung in der Disco tragen Wulfgar und die beiden Cops (völlig überraschend darf Billy Dee Williams den Film überleben, normalerweise sterben Partner des Helden ja, um dessen Motivation zu fördern) ihre Privatfehde aus. Höhepunkte sind dabei klarerweise die Verfolgung in der U-Bahn und der Zwist in der Gondel. Weniger hat dann der sehr kurze Showdown zu bieten, der recht schnell abgehakt, aber Stallone schon wieder in Frauenkleidern absolviert (hat Sly da ein neues Hobby für sich entdeckt?).
Nachtfalken bietet zwar solide Unterhaltung, aber auch keinen Klassiker für die Ewigkeit. Die Struktur ist irgendwie auch ungeschickt gewählt. Der Anfang ist zu lang, der Schluß zu kurz und die Mitte zu tempoarm. Zudem hab ich mich die ganze Zeit gefragt, was Wulfgar nun eigentlich will und für wen er überhaupt arbeitet. Immerhin machte man aus ihm nicht den typischen Nazi von der Stange, aber Ziele und Herkunft bleiben sehr diffus. Schade, denn Rutger Hauer ist auch darstellerisch der Höhepunkt der Show.
6/10

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