David (Louis THE DREAMERS Garrel) möchte seine attraktive Freundin Florence (Léa DUNE Seydoux) an Kumpel Willy (Raphaël YANNICK Quenard) abgeben, weil er sie nicht mehr leiden kann. Im Gespräch ermahnt er Willy mehrmals, sich ans Skript zu galten, immerhin würden sie ja gefilmt.
Florence ist unterdessen mit ihrem Vater Guillaume (Vincent TITANE Lindon) unterwegs, der keine Lust mehr hat. Heißt: Er will nicht mehr in diesem Film mitspielen. Schließlich gibt es da ein Angebot von Paul Thomas Anderson. Florence/Léa versucht, ihn zum Weitermachen zu überreden, woraufhin Guillaume/Vincent ihre Performance kritisiert. Und das Drehbuch.
Als die beiden Parteien sich im Restaurant „Le Deuxième Acte“ treffen, geraten sie sich so richtig in die Haare. Und dann versagen auch noch einem Statisten die Nerven.
Quentin Dupieux mixt ein Minimum an Handlung sozusagen mit dem „Making of“ und lässt beides nahtlos ineinander übergehen. Vieles von dem, was in den Szenen zwischen den Szenen über das Spielen und das Filmen gesagt wird, klingt irrsinnig echt und wahr – bis es vom nächsten stilistischen Bruch wieder relativiert wird. Dies sei der erste Film, der von einer KI geschrieben und inszeniert wurde, munkeln die Komparsen. „Lots of great film buffs still watch us!“, hoffen die Schauspieler.
LE DEUXIÈME ACTE ist quasi Dupieuxs 8 1/2. Viel mehr meta ist kaum möglich. Denkt man. Und dann kommt der zweite Akt.