iHaveCNit: Der Graf von Monte Christo (2025) – Matthieu Delaporte und Alexandre De La Patelliere – Capelight Pictures
Deutscher Kinostart: 23.01.2025
gesehen am 01.03.2025
Kinopolis MTZ – Kino 5 – Reihe 13, Platz 13 – 19:45 Uhr
Edmund Dantes ist junger Seefahrer. Kurze Zeit nach Napoleons Verbannung gerät er und die Crew am Schiff des Kapitäns Danglers in einen Sturm, bei der er gegen den Willen vom Kapitän eine junge Frau vor dem Ertrinken rettet. Zurück an Land wird er für diese gute Tat befördert, womit er endlich seine heimlich geliebte Mercedes heiraten kann. Noch ahnt er nicht, dass er sich damit in eine sehr vulnerable Position bringt und Teil einer groß angelegten Verschwörung und Intrige wird, bei der er Jahre seines Lebens auf der Gefängnisinsel Chateu D´If verbringen wird. Und noch ahnen seine Rivalen nicht, welche Spur der Vergeltung er Jahre später zurücklassen wird.
Auch wenn Alexandre Dumas legendärer Roman „Der Graf von Monte Christo“ bereits in den Jahren 1844 bis 1846 veröffentlicht und bereits zigfach filmisch bereits umgesetzt wurde, bin ich selbst noch nicht mit dem Stoff direkt in Berührung gekommen. Bis jetzt. Denn die aktuelle Neuverfilmung hat sich für mich perfekt angeboten, in den Stoff einzusteigen. Und das ist auch filmisch gesehen einer der besten Einstiege, die man in diesen Stoff haben kann. Kurze Zeit nachdem Matthieu Delaporte bereits als Autor mit an der filmischen Neuauflage von „Die Drei Musketiere“ beteiligt war hat er nun mit Alexandre De La Patelliere das im Budget wohl aufwendigste Projekt des französischen Raums inszeniert. Und das spürt man absolut im gesamten Production Value von Sets, Kostümen und Ausstattung, aber auch in der gesamten audiovisuellen Inszenierung bei den eingefangenen Bildern und auch der Filmmusik. Die gesamte Geschichte ist ja auch universell mit seinen Themen Liebe, Intrigen, Verrat, Rache und Tod und Dumas hat mit dem Grafen auch den Grundstein für viele Vigilanten der Filmgeschichte legen können. Die Neuverfilmung strotzt in seiner gesamten Inszenierung nur so vor Selbstvertrauen und die gesamte Darstellerriege von Pierre Niney in der Hauptrolle bishin zu toll besetzten Nebenrollen mit dem Italiener Pierfrancesco Favino und der von mir sehr geschätzten Anais Demoustier füllen den Film mit Leben. Auch wenn die Erzählung schon seine Jahrzehnte auf dem Rücken hat, hat mich die Geschichte absolut mitreißen und emotional berühren können. Insgesamt ein kleines feines Highlight aus dem Januar, für das sich auch die knapp 3 Stunden im Kino absolut lohnen.
„Der Graf von Monte Christo“ - My First Look – 9/10 Punkte