iHaveCNit: Flow (2025) – Gints Zilbalodis – MFA+
Deutscher Kinostart: 06.03.2025
gesehen am 18.03.2025
Kinopolis MTZ – Kino 8 – Reihe 13, Platz 17 – 18:40 Uhr
Die kleine schwarze Katze ist ist sehr ängstlich und sie verbringt die Tage im Wald und lebt in einer kleinen Hütte. Eines Tages stellt sie jedoch fest, dass eine Flutwelle den Wasserspiegel unaufhörlich steigen lässt. Die letzte Rettung ist ein treibendes Segelboot, an dessen Bord ein entspanntes Cabybara ist. Gemeinsam machen sie sich auf ein unerwartetes und großes Abenteuer, bei dem sie auch weiteren Tieren begegnen werden.
Lettland hat mit „Flow“ einen durchaus tollen und überraschenden Erfolg bei der letzten Award-Saison feiern können und sich sogar bei den Oscars gegen große Animationsfilme wie „The Wild Robot“ und „Inside Out 2“ sowie große Studios durchsetzen können. Mit ein paar kleinen Vorschusslorbeeren habe ich bereits Ende letzten Jahres vom Film mitbekommen und war durchaus gespannt, was mich hier erwartet. Regisseur Gints Zilbalodis hat mit seinem durchaus kleineren Team und der „Blender“-Software einen visuell interessanten Stil geschaffen und Bilder kreiiert, die man sich sogar am liebsten pausieren und als Kunst für die Raumdekoration einrahmen möchte. Mit einem Handlungsfluss, der in seiner rasanten Dynamik durchaus an Abenteuer- und Jump-and-Run-Spiele im Stil von „Journey“ und „Lost Ember“ erinnert (selbst wenn ich kein Gamer und nur einmal sporadisch mit diesen Titeln in Berührung gekommen bin) und seiner Laufzeit von weniger als 90 Minuten ist „Flow“ ein filmisches Vergnügen, dass konsequent im Fluss ist – aber auch Momente der Ruhe findet und die Zeit, Bilder auch einfach mal wirken zu lassen. Der Film ist ein audiovisuelles Vergnügen, dass eben nur durch seine Bilder und Musik sowie durch die Laute von Tieren erzählt wird und damit sogar wie ein animierter Stummfilm wirkt. Dennoch schafft der Film es einzig und allein durch seine Animationen der Tiere, der Interaktion untereinander und deren Laute wie miauen, grunzen, bellen, etc den Tieren sehr viel Tiefe und Charakter zu verleihen, so dass man mit ihnen mitfiebert und auch ab und an berührt und einfach am Staunen ist.
„Flow“ - My First Look – 9/10 Punkte