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Maxine Minx ist mit über 30 zwar ein Star des Pornofilms, der aber zum einen für die Branche langsam zu verblassen beginnt und zum anderen verfolgt sie ohnehin größere Ziele: und zwar als Schauspielerin in Hollywood beim Spielfilm Fuß zu fassen. Da kommt die Rolle im Horrorfilm "Puritaner 2" genau richtig. Unpassend dagegen, dass plötzlich ein Privatdetektiv auftaucht und Maxine mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie hinter sich lassen wollte. Sie war nämlich die einzige Überlebende des sogenannten "Texas Pornostar Massakers" (siehe Film "X", 2022). Traumata aus diesen Ereignissen, Ende der 70er Jahre geschah, kommen in Maxine auf, aber damit noch nicht genug: Während die Vorbereitungen zum Film laufen, beginnen nach und nach Kolleginnen und Freunde von ihr einem gnadenlosen Serienkiller zum Opfer zu fallen...

Auch wenn er mich nicht richtig vom Hocker gerissen hat, ist der Film doch alles andere als schlecht. Richtig gut gefilmt, starke Bilder, interessant erzählt, mit toller 80er Jahre Atmosphäre, dem dazugehörigen Look und natürlich auch dem passenden Soundtrack. Durch viele Erwähnungen und Andeutungen auf andere Horrorfilme hat man sich als Fan direkt zuhause gefühlt. Was ich nur leider vermisst habe, ist Spannung. Es gibt zwar immer wieder stylische Szenen aber dann verschenkt der Film sein Potenzial letztendlich doch, indem er diese nicht in Sachen Dramatik auf die Spitze treibt, wie es zB Argento eins vermochte. Hätte so schön gepasst, da der Film sich schon stark an Slasherfilmen der 80er, als auch besonders an italienischen Giallo-Filmen orientiert, die ja quasi wiederum deren Vorgänger waren. 


Fazit: Das Finale der "X"-Trilogie ist eine solide Zeitreise in die 80er, optisch und akustisch ein Genuss, mit teils künstlerischen Aufnahmen. Langweilig ist der Film nie, aber eben auch nicht so spannend, wie er stellenweise hätte sein können. 

7,5 von 10 Punkten 

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