Review

Die Es-Läuft-Schlecht-Rolle erzeugt bei Cage die besten Performances. Et voilà. Ein heiß erwarteter Film, einer der nach "Ein Mann sieht rot" aussah. Doch es kommt anders. Heiß wird schwitzig, wird Fiebertraum, zieht einen in einen Strudel der Gefühle, der Demütigung, des Leidens. Irgendwann weiß man nicht mehr wem und was man folgt, so immer weiter abwärts, hinunter im Strudel dieses befremdlichen Abstiegs. Ganz am Boden die nächste Überraschung. Ob einem der Charles Bronson besser gefallen hätte, muss jeder selbst entscheiden, wer jedoch nach einem tieferen Wellengang sucht, ist hier aber auf jeden Fall richtig. Dieses Über-Dosis an toxischer Männlichkeit wirkt wider Erwarten reinigend auf die selbstzerstörerische Filmlandschaft, tolle Leistung von Julian McMahon, dieser Mut zum Abseitigen nicht weniger. Der Zuschauer wird vermutlich ratlos hinterlassen, auf jeden Fall aber verwirrt und mit ganz viel Raum zum Interpretieren. Ja, es gab mal Zeiten, da haben Filme noch zum Nachdenken angeregt.

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