Ein Mann kehrt an den Traumstrand seiner Kindheit zurück, um mit seinem Sohn zu surfen. Das idyllische Paradies ist allerdings von aggressiven Einheimischen besetzt, die jeden verjagen, der nicht aus der Gegend kommt. „Du lebst nicht hier, du surfst nicht hier!“ ist die Parole der Macho-Truppe, angeführt vom skrupellosen Scully. Gedemütigt und wütend wird der Vater in einen Konflikt hineingezogen, der sich im Einklang mit der brütenden Hitze des Sommers immer weiter zuspitzt und ihn an seine Grenzen treibt.
In den ersten 20 Minuten denkt man wirklich Nicolas Cage hat endlich mal wieder einen normalen Film gedreht und nicht den abgedrehten Stuff, den er in den letzten Jahren so ablieferte. Aber weit gefehlt, denn dann wendet sich alles wieder in die gewohnte Richtung.
Im Gegensatz zu seinen letzten Rollen spielt Cage immerhin (zumindest teilweise) einen Sympathieträger, der nur seine Ehe retten und wieder in seine alte Heimat ziehen will, was sich jedoch schwieriger gestaltet als zunächst gedacht.
Sehr amüsant ist hierbei, dass auch die eher „schwachen“ Personen wie ein Kaffeeverkäufer oder ein seniler Opa es schaffen, Cages Charakter dazu zu zwingen, ihm wertvolle Dinge zu überlassen, weil er seine Luxusuhr und ähnliches nunmal gerade nicht braucht, dafür aber so etwas banales wie ein Fernglas.
Auch die Hartnäckigkeit seines Charakters bringt der, mittlerweile wohl finanziell wieder gesundete ehemalige Weltstar, wirklich amüsant rüber. Er weicht nicht von der Stelle und dem Parkplatz, weil er nun mal auf sein Recht pocht, was unter anderem wirklich skurrile Situationen schafft.
Diese Surfer-Macho-Truppe ist hingegen etwas arg unglaubwürdig, denn um da Mitglied zu werden braucht man unter anderem ein Brandzeichen. Das ist mal was ganz Neues, wirkt aber ein bisschen aufgesetzt, ebenso wie der Charakter von Julian McMahon doch sehr strange ist – könnte aber auch so gewollt sein.
Fazit: Wer Cages Richtung, die er in den letzten Jahren eingeschlagen hat mag, für den ist auch THE SURFER geeignet, wobei es echt schwerfällt ein Genre zu finden, obwohl er überall als Thriller bezeichnet wird, auch weil er eben doch einige komödiantische Stellen hat.
Meine Bewertung ist NICHT repräsentativ, denn ich denke manchen sagt THE SURFER auch gar nicht zu – ich fand ihn unterhaltsam – auf seine Art.