Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 02.03.2013

Das Drehbuch hätte sich für eine brauchbare Episode einer Horroranthologie empfohlen, ebenso der Regisseur: "The Psychopath" mutet mit seinem sehr reduzierten Cast (fast alles spielt in der Privatwohnung oder am Arbeitsplatz der Hauptfigur, Statisten gibt es kaum), der etwas biederen Regie und dem auf einen Dreh- und Angelpunkt fixierten Storyentwurf einen Tick zu lang an. Eine Stunde hätte ausgereicht, um auf dem Niveau über den Komplex von Sexualität und toten, dennoch menschlich wirkenden Gegenständen zu sinnieren, das der Film vorgibt. Rund um den etwas hölzernen Desmond Harrington (bekannt zB. aus "Wrong Turn" oder jüngst "Dexter") betreibt "The Psychopath" Analyse über einen sexuell Gestörten und schlachtet parallel dazu den Puppengrusel aus, der durch die Hauptfigur mit einer Portion Hitchcock behangen wird, andererseits aber auch eine Spur Science Fiction in sich trägt; Der Anspruch der ominösen Firma, möglichst lebensechte Sexpuppen zu bauen, will die Grenzen zwischen organischen Lebewesen und Replikanten ähnlich verschleiern wie etwa "Blade Runner" oder "Alien". Aufgrund beschränkter Mittel kann das natürlich nicht funktionieren, und es ist gerade dieser hohe Anspruch, universelle Themen zu ergreifen, ohne sie technisch adäquat umsetzen zu können, die so sehr an eine Reihe der Marke "Masters Of Horror" denken lässt.

*weitere Informationen: siehe Profil

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