Review

The Mute Behind The Door

„Monster“ ist ein indonesisches Quasi-Remake von „The Boy Behind The Door“, den ich vor vier Jahren maßlos enttäuschend und dämlich fand. Nun mischt dieses doppelte Lottchen aus Asien ein wenig „Hush“ oder „Don't Breathe“ in das Geschehen - doch die Ausgangssituation von zwei entführten Kids, die aus dem Haus ihres Peinigers entkommen wollen, bleibt gleich und plump… 

Schweigen ist Kupfer

Eigentlich müsste „Monster“ sau spannend sein. Ich müsste ihn nicht ganz so dumm finden wie sein Vorbild, weil er ein paar drastisch andere Entscheidungen trifft. Und man müsste ähnlich sprachlos und angespannt sein, wie die Leute, die man da beobachtet. Doch die Betonung liegt hier auf den Konjunktiven. Denn für mich fällt „Monster“ insgesamt dann doch fast ähnlich auseinander und auf die Nase wie „The Boy Behind The Door“. Selbst wenn er eventuell etwas härter und direkter rüberkommt. Gut geht dennoch ganz anders. Seine Kinderdarsteller spielen intensiv und nicht übel. Die Entscheidung auf Dialoge zu verzichten macht vielleicht nicht direkt Sinn, erhöht auf dem Papier aber natürlich Konzentration und Intensität. Und die Laufzeit ist - ebenfalls nur in der Theorie - sehr knapp und längenlos angesetzt. Und dennoch war ich immer kurz vor dem Wegdösen, teils sogar knapp vor dem Aufgeben und Abschalten. Und das passiert mir echt selten. Null Beziehung zu den Figuren. Null Erklärung. Null Hintergrund. Daher wohl auch null Spannung und Investment. Immerhin wird auf dem stupiden Twist seines Ideengebers verzichtet. Was dann aber am Ende noch spröder und belangloser wirkt. Alles ein langes Versteckspiel. Leer und lieblos. Ein echter Gähner für mich, der sich mitsamt seiner intensiven Sounds und kleinen Schocks und Sequenzen für viel härter, spannender und packender hält, als er ist. Im Grunde ist er nämlich gänzlich für den hohlen Zahn. Vertane Zeit, wenn man streng ist. 

Fazit: minimal kompakter, effektiver und punktierter als das „Original“, das ich gar nicht mochte. Dennoch ist auch „Monster“ kein voller Erfolg und leider eher eine repetitive und dünne Fingerübung. Mit kleinem Exotikbonus. Im Grunde überstrapaziert er sein Dasein und seine Unglaubwürdigkeiten und pure Dummheiten (!) trotz kurzer Laufzeit aber deutlich. 

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