iHaveCNit: Wicked (2024) – Jon M. Chu – Universal
Deutscher Kinostart: 12.12.2024
gesehen am 17.12.2024 in Dolby Atmos – Deutsche Fassung mit Songs in OmU
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 9 – Reihe 9, Platz 20 – 16:20 Uhr
Wir befinden uns in der Vorweihnachtszeit und da gehört es auch regelmäßig dazu, dass Einiges an Fantasy, Märchen und Musicals gerne mal in die Kinos kommt. Ein Film, der das alles verbindet ist „Wicked“ von Jon M. Chu, der uns ein wenig in einen Teil der Vorgeschichte des Filmklassikers „Der Zauberer von Oz“ eintauchen lässt. Das amerikanische National Board Of Reviews hat „Wicked“ nicht nur in seine Top10 für 2024 aufgenommen, sondern auch mit dem Top-Preis ausgezeichnet und auch in der kommenden Award-Saison wird man noch einiges von „Wicked“ hören. Da war es für mich schon Pflicht ihn mir auch anzusehen, selbst wenn ich trotz einem vergnügsamen Kino-Nachmittag diese Vorschusslorbeeren zu groß und weit gegriffen finde.
Die junge Elphaba wird aufgrund ihrer grünen Erscheinung seit ihrer Geburt konsequent ausgegrenzt, weil sie nicht nur anders ist, sondern auch als uneheliches Kind von den eigenen Eltern geächtet wird. Als sie ihre jüngere Schwester in die Universität von Glizz begleitet, wird die Universitätsleitung Madame Akaber durch Zufall auf das magische Talent von Elphaba aufmerksam. Sehr zum argwohn der populären Galinda, die sich gerne in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit drängt. Inmitten konfliktreicher Entwicklungen im Reich von Oz und dem Buhlen um die Aufmerksamkeit von Oz kommt es zu einer sehr ambivalenten freundschaftlichen Beziehung von Elphaba und Galinda.
„Wicked“ beziehungsweise „Wicked Teil 1“ wird der Anfang einer zweiteiligen Vorgeschichte zum Filmklassiker „Der Zauberer von Oz“. Mit 160 Minuten ein schon sehr üppiger Anfang, wenn ich das so sagen darf, auch wenn hier die Geschichte um Elphaba und Galinda bedingt durch überbordende Musical-Elemente sehr rasant, hektisch und fast unübersichtlich und die entstehenden Konflikte teils mit einer holprigen Dramaturgie erzählt werden und noch selbstverständlich in einer Auflösung und weiteren Entwicklung der Konflikte durch einen noch kommenden zweiten Teil nicht vollständig in sich abgeschlossen wirken. In einem durchaus künstlich wirkenden Look sind es dennoch ein Teil der Effekte, der Sets und Kostüme, die eine durchaus in sich stimmige Optik im Gesamtbild des Films ergeben. Darstellerisch muss ich sagen, dass dieser Film fest in Cynthia Erivos Hand liegt, die für mich hier der Star ist in ihrer tragischen, ambivalenten Rolle der Elphaba ist. Die Musical-Elemente und Songs waren ok, haben zur Handlung und der Gefühle der Charaktere beigetragen, haben jetzt allerdings auch für mich weniger das direkte Hit-Potential mitgebracht. Dennoch bin ich interessiert, wie es im zweiten Teil weitergehen wird.
„Wicked“ - My First Look – 7/10 Punkte