Diese Doku zeigt eine Filmwelt, weit außerhalb von dem, was man sonst so kennt. Ein paar Filmemacher aus der ganzen Welt, überwiegend aus den USA, drehen mit kaum oder wenig Geld, Kurz- und Langfilme. Es handelt sich um Filme aus dem Bereich Gore, Splatter, Trash und einer von den Regisseuren ist auch im Fetischbereich tätig.
Auffällig ist die lange Laufzeit (161 Min.) der Doku. Diese kommt zustande, weil viele Regisseure zu Wort kommen. Manche haben mehr zu zeigen und zu erzählen, und andere weniger. Es werden Filmausschnitte, Trailer und manchmal sogar komplette Kurzfilme gezeigt. Manches davon trifft nicht meinen Geschmack, wie z.B. ein Kurzfilm, bei dem eine merkwürdig aussehende Leiche minutenlang in der Badewanne mit Messer und Händen auseinander genommen wird. Oder der zum Glück kurze Filmausschnitt einer Frau im Hasenkostüm, die sich eine Plastikkarotte in den Mund steckt und Weintrauben auskotzt. Den einen oder anderen Film von den Ausschnitten, würde ich aber schon gerne sehen, wie z.B. Freak, von Lucky Cerruti, der mit seiner tollen Maskenarbeit mein Interesse geweckt hat. Wilhelm Müller aus Österreich, scheint auch mehr draufzuhaben, als paar der Billigfilmer hier. Seine Filme sehen sehr ernst und düster aus.
Hier sind schon echt komische Leute am Start. Manche treten auch nur mit Maske und verstellter Stimme auf, und andere cool und professionell. Drei Darstellerinnen kommen auch zu Wort. Eine davon zieht extra ihr T-Shirt aus, um ihre Brüste zu zeigen. Von der anderen gibt es ein komplettes Troma Musikvideo zu sehen. Das hat mir sehr gefallen, weil ich den Troma Humor mag.
Ein bunter Mix aus verschiedenen Regisseuren mit unterschiedlicher Qualität. Bei manchen würde ich sagen, hör lieber auf damit. Wer will denn sowas sehen? Bei anderen würde ich mir wünschen, dass sie etwas bekannter werden.
Da ich selber "No Budget" Filme drehe, weiß ich, wieviel Arbeit drin steckt. Für manche der Filmemacher hier und für mich, ist das nur ein Hobby. Man steckt mehr Geld rein, als man am Ende rausbekommt. Wie es aussieht, scheint hier nur der Tony Newton mit fast 100 Produktionen größer im Filmgeschäft tätig zu sein.
Das Ende der Doku gefällt mir sehr gut. Es endet mit einer Überraschung, die unerfahrenen Zuschauern einen Schreck einjagen könnte :)
Fazit: Ein Blick in die Underground-Filmwelt. Extrem, brutal, aber auch informativ.