The 4th Floor
Also ich mag Juliette Lewis als Schauspielerin, was auch vermutlich der einzige Grund war diese DVD zu kaufen, wie ich wohl zugeben muß.
-Die wirkt in ihrer Art irgendwie sehr natürlich (zumindest kommt das meist so rüber); fast so wie Sandra Bullock, die ich deswegen ebenfalls sehr schätze; aber das nur am Rande.
Dieser Film ist im Grunde eher Mau. Ich mag zwar Thriller, und insbesondere auch Psycho-Thriller, nur dieser Film ist davon in etwa so weit entfernt wie der Nordpol zum Südpol, auch wenn die Story da etwas anderes vermuten lässt:
Womit wir dann bei der Story wären, die uns der Drehbuchautor (="Josh Klausner"; wer zum Teufel ist: "Josh Klausner ?!) denn weiß machen will:
Die junge Innenarchitektin: "Jane" (Juliette Lewis) möchte sich ein wenig ihrer Unabhängigkeit bewahren, und bezieht deshalb die leer stehende Wohnung ihrer kürzlich verstorbenen Tante "Cecile" im 5. Stock eines alten, heruntergekommenen Mehrfamilienhauses. Ihr Freund, der angesehene Fernseh-Wetteransager: "Greg" (William Hurt) sieht das gar nicht gerne, lässt sie aber erstmal unter Protest einziehen. Auch die anderen Mieter (u.a. Shelley Duvall) begutachten die neue Mieterin eher argwöhnisch:
Geräusche jeglicher Form sind strengstens zu vermeiden, denn die liebe "Hausgemeinschaft" schätzt nichts so sehr wie friedliche Ruhe. Insbesondere "Alice", eine ältere Mieterin aus der Wohnung unter ihr im 4. Stock, hat es da gerne etwas "ruhig".
Nun ja,
wo gehobelt wird, da fallen eben auch Späne; und so bleibt es bei einem Umzug auch nicht aus, daß der ein oder andere "Krach" ungewollt verursacht wird.
Alice, die ihre Wohnung bisher noch nie zuvor verlassen hat, macht daher lautstark auf sich aufmerksam, wodurch sogar die Fliesen in Jane's Wohnung darüber beschädigt werden.
Jane nimmt das natürlich nicht so einfach hin, und ein wahrer "Lärm"-Krieg bricht aus:
Die Stereoanlage auf "volle Pulle", macht sie Seilspringen, auf das die Lampen an der Wohnungsdecke der alten Dame darunter erbeben mögen...
Am nächsten Morgen findet Jane eine handschriftliche Warnung an ihrer Wohnungstür. Sie hält
das nur für einen schlechten Scherz und macht sich nichts daraus, als sie ein neues Bild "geräuschvoll" an die Wand nagelt.
Mit schweren Folgen, wie sich wenig später herausstellen wird:
Am nächsten Morgen ist wieder eine Warnung an ihrer Tür, nur diesmal passiert etwas schlimmes:
Als Jane die Treppe hinuntergehen will, rutscht sie aus und bricht sich fast das Bein.
Weitere seltsame Dinge geschehen:
Eine Ungezieferplage befällt die neue Wohnung wie aus heiterem Himmel, doch der Kammerjäger findet ein kleines Loch im Fußboden welches zu der darunterliegenden Wohnung führt...
Alle Versöhnungsversuche mit der verhaßten "Unter"-Mieterin: Alice scheitern, und auch Jane's Tante "Cecile" scheint doch nicht so ganz eines natürlichen Todes in diesem "ruhigen" Haus gestorben zu sein.
Als Jane weitere Nachforschungen auf eigene Faust anstellt und Alice sogar zur Rede stellen will, macht sie eine erschreckende Entdeckung deren Wohnung im 4. Stock...
Naja, ganz so "erschreckend" wie ich das jetzt beschrieben habe, ist der Film ganz sicher nicht; im Gegenteil.
Der ist lahm, mau, langatmig, ein wenig "durchgeknallt", wenn nicht sogar völlig unglaubhaft.
So gern ich auch Juliette Lewis in ihren Filmen zusehe, ist dieser Streifen doch eher eine Gurke. Das ist beinahe schon peinlich 2 so recht angesehene Schauspieler in einem solchen Film miterleben zu dürfen, wie beide angestrengt bemüht sind, dem Film auch nur den Hauch von Glaubwürdigkeit zu verleihen. Aber sowohl Juliette Lewis, wie auch William Hurt scheitern leider kläglich, ein derart vermurkstes Drehbuch (und damit den Film) zu retten.
OK, den Schluß könnte man fast schon wieder als "genial" bezeichnen (auch wenn der mit etwas mehr "pepp" hätte kommen können), aber aus dem ganzen Rest hätte man mehr machen können.
Sogar erheblich mehr, wenn der (vermutlich bekiffte) Drehbuchautor (wer zum Kuckuck noch eins war: "Josh Klausner" ?!) mich vorher gefragt hätte...
Und so bleibt ein fragwürdiger Eindruck von einem Film, den man nach spätestens ~87 Minuten (genau so lange läuft der Film nämlich) sowieso wieder vergessen hat.
Das Teil ist absolut belanglos, und wirkt in jeder Hinsicht irgendwie "billig".
-Ich frage mich ernsthaft was mich wohl dazu bewogen haben könnte, die 4,95 für diese DVD
auszugeben...
Fazit:
Der Streifen taugt bestenfalls für's Fernsehen (wenn überhaupt), aber ein Kauf dieser DVD lohnt trotz Juliette Lewis beim besten Willen nicht. Von daher würde ich da eher von diesem Film etwas Abstand halten, auch wenn sich die Schauspieler redlich (aber leider vergebens) bemühen, dem Film ein passables Gesicht zu geben.
-Eine solch vermurkste Story (sag mal, war die nicht von: "Josh Klausner", der nach irgendeinem miesen Drehbuch arbeitslos geworden ist ?!), kann man eben auch mit den größten Stars nicht verbessern.
Wer hier solch einen Knaller wie z.B.: "Cape Fear", "California" oder "From Dusk till Dawn" (sind alle mit Juliette Lewis) erwartet, ist total fehl am Platz !
Daher besser eine der eben genannten DVDs zulegen, und dieses Machwerk gleich wieder in die
hinterste Ecke stellen.
-Das einzig sehenswerte an dieser DVD ist (neben dem Abspann) der Kinotrailer zu:
"Se7en"* (Sieben), und damit hat es sich auch schon.
*=Oh, ich "liebe" englische Original-Filmtitel, und kenne nur von den wenigsten auch den, zumeist total dämlichen, "deutschen" Titel...
Hm, Beispiele gefällig ?
"People under the Stairs" = "Haus der Vergessenen" (aha; wirklich SEHR einleuchtend),
"The Hills have Eyes" = "Hügel der blutigen Augen" (wo steht da was von "blutig" ?!),
"Runnaway Daughters" = "Wilde" Töchter (die Anführungszeichen beachten !),
"Sixteen Candles" = "Das darf man nur als Erwachsener" (Häh ?!),
oder auch Agatha Christie's:
"10 little Indians" = "Das Geheimnis im blauen Schloss" (DAS hat sich bestimmt EIN Bayer ausgedacht, der von Englisch vermutlich nur "Weischwurscht" versteht...)
-Ist irgendwie nicht so ganz das Gleiche, oder ?
PS:
Oh, und falls sich jemand irgendwie "auf den Schlips getreten" fühlen sollte:
Man möge mir bitte den "tief triefenden" Sarkasmus, und die "kleinen Sticheleien" am Rande verzeihen. Danke.