Arg, diese Qualen! Wie eigentlich auch insgeheim schon erwartet, stellt sich „Final Run“ als penetrant billig heruntergekurbelter TV-Müll aus dem Amiland heraus, den nun wirklich niemand sehen will. Die unattraktive Regie des jahrelangen Auftragsregisseurs Armand Mastroianni („Virus“, „The Perfect Getaway“) tötet gleich im Ansatz jede Form von Unterhaltung ab und lässt die Finger verdächtig nah Richtung Fernbedienung greifen.
Zum wohl zig Millionsten Mal gerät ein Zug außer Kontrolle. Diesmal der Grand Royale, ein nahezu vollautomatischer Zug, der ein paar prominente Fahrgäste, nebst Senator und Sponsoren davon überzeugen soll, dass jenes Projekt finanziell unterstützt werden muss. Dumm nur, dass der Pilot Kaffee in die Armaturen kippt und der Zug bald wie ein geölter Blitz durch Berg und Tal rast.
Erwähnenswert ist höchstens die Semi-Prominenz, die sich hier so herumtummelt. In der Operationszentrale zerbrechen sich immerhin John de Lancie (der Q aus „Star Trek“) und Workaholic Udo Kier („Blade“, „Doomsdayer“), der sich auch für wirklich nichts zu schade sein scheint, den Kopf, während Opa Robert Urich („Vega$“) im Zug die Stellung hält, weil sein Charakter seit „Final Descent“ (Ja, wir haben es hier sogar mit einer Fortsetzung zu tun) mit Katastrophen aller Art vertraut ist.
Leider dominieren, und das ist für TV-Schrott ja durchaus üblich, neben Brechreiz verursachenden Dialogen, Klischeetypen und zuckrigen Momenten auch nervige Balgen und gar keine Dramatik. Etliche Aufnahmen des rasenden Zugs werden gleich doppelt und dreifach benutzt, die Blue-Screen-Tricks sind unterste Kajüte und die finale CGI-Entgleisung ein schlechter Programmiererwitz.
Fazit:
Wer sich trotz allem nicht davon ab halten lässt, mal seinen Rüssel in diese filmgewordene Zeitverschwendung zu halten, dem seine gesagt, dass es hier absolut keine Rechtfertigung dafür gibt, hier irgendetwas schön zu reden. „Final Run“ ist stinklangweilige, äußerst bieder inszenierte TV-Unterhaltung voller mieser Dialoge, Darsteller und Tricks uns ist dabei nicht mal so Scheiße, dass er schon wieder gut ist. Auch der Score des jahrelangen P.M. Entertainment – Komponisten Louis Febre vermag hier nicht mehr zu punkten.