Mal wieder feiner Krimi…15.03.2026
Der Rahmen
Läuft alles nicht so gut für Leopold Bilski, Staatsanwalt in Polen. Er wird mit dem Fall einer an den Strand geschwemmten Leiche beauftragt, der man die Lippen abgeschnitten hat. Die Tote, Monika, war in der Bar eines an vielen Geschäften beteiligten Bösewichts beschäftigt. Und vor vielen Jahren wurde schon einmal eine Leiche ohne Lippen gefunden…nun macht sich Bilski auf, den Täter dingfest zu machen, wobei ihm die Mutter der Toten, eine Richterin, hilft. Bilski stößt auf ein finsteres Geflecht von Drogenhandel, Vergewaltigung und Mord, das bis hinein in die Polizei reicht – und selbst, als der vermeintliche Haupttäter keinen Ausweg mehr hat, ist der Mord an Monika noch nicht geklärt, gibt es dafür doch noch ganz andere Motive…
Gucken oder nicht?
Ja, wenn man mal wieder einen Polizeifilm sehen will…
Warum?
Diese Art von Film gab es um die 2000er recht häufig. Serienkiller mit bizarren Vorlieben, dazu der unerbittliche Ermittler…und genau so ist es auch hier. Düsteres Szenario, schlechtes Wetter, üble Gestalten, und dazwischen der aufrechte Staatsanwalt, der einfach nicht lockerläßt, trotz Eingreifens der natürlich korrupten Vorgesetzten. Darstellerisch ist hier alles im grünen Bereich, man wähnt sich in einem etwas besser budgetierten Tatort, doch der Vergleich hinkt – der Film ist um einiges düsterer und brutaler als die typische Fernsehproduktion. Spannend ab der ersten Minute, teils durch einige Rückblenden etwas verwirrend, in sich aber logisch und geschlossen, bietet der film erwachsenen Unterhaltung mit einem finsteren Bösewicht, dem man natürlich wünscht, daß er gefaßt wird.
Die Note
Es ist wohltuend, in der aktuellen Filmwelt mal wieder einen ruhigen und doch durchweg spannenden Serienkillerthriller zu sehen, und dieser Film ist einer der besseren Vertreter des Subgenres, durchgehend spannend, ordentlich gespielt und in sich stimmig – 8/10.