Der Genuss dieses Films hängt schon sehr von der jeweiligen persönlichen Einstellung gegenüber seinen Hauptdarstellern ab. Wer die Frotzeleien zwischen Clooney und Pitt in den Filmen der OCEAN’S Reihe mochte, wird wohl auch hier auf seine Kosten kommen. Wer nicht, der nicht.
Denn im Gegensatz zu früheren Kooperationen der beiden ehemals „Sexiest Men Alive“ verfügt WOLFS nicht über ein besonders ausgefeiltes Drehbuch, sondern nur über eine Ausgangssituation, aus der sich dann mehr oder weniger vertraute Situationen ergeben: Einer prominenten Bezirksstaatsanwältin (Amy Ryan, ONLY MURDERS IN THE BUILDING) unterläuft im Hotel ein Missgeschick mit einem mutmaßlichen Callboy, woraufhin sie in ihrer Ratlosigkeit einen „Cleaning“-Experten zu Hilfe ruft. Da die Hotelbesitzerin (Telefon-Cameo: Frances McDormand) auf dieselbe Idee kommt, erscheinen zwei konkurrierende „Wolfs“ am Tatort (klar: Clooney & Pitt).
Fortan wird WOLFS zum „one-joke-movie“: Da die beiden Alphamänner sich gegenseitig nicht die Butter auf dem Brot gönnen, machen sie sich zunächst die Arbeit schwer, bis sie ein gemeinsames Feindbild sich schließlich doch noch zusammenraufen lässt. Dabei verlässt sich der Film wirklich voll und ganz auf das Charisma seiner Stars. Die bringen natürlich ihren gewohnten Charme mit, bringen den Film jedoch auch nur so weit, wie es ihnen das Drehbuch erlaubt. Und das lässt sie hauptsächlich in Autos und Restaurants sitzen und darüber streiten, wer denn nun der bessere ist. Zwar gibt es zwischendurch mal eine Verfolgungsjagd und eine Schießerei, aber der Film würde als Theaterstück ungefähr genausogut funktionieren.
Aber da Pitt und Clooney nicht mehr all zu oft auf der Leinwand zu sehen sind (bzw. auf dem Bildschirm, das hier ist eine Apple-Produktion) und schon gar nicht zusammen, nimmt man eben, was man kriegen kann. Auch wenn beide einen besseren Film verdient hätten.