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Kickbox-Filme waren ja mal enorm erfolgreich. Mitte der 80er bis Mitte der 90er erschien in der Videothek jede Woche ein neuer Klopper, meist von recht schlechter Qualität. Und so gelangten dann auch einige der Kämpfer zu einigem Filmruhm, wenngleich meist im B- oder C-Segment. Dann wurde es ruhig im Genre und jetzt ein neuer Kickbox-Film aus Australien mit einem Hauptdarsteller und Regisseur in Personalunion, den eigentlich niemand kennt. Soll man sich das antun? Naja, da waren dann die unüblich hohen Bewertungen und ich riskierte mal einen Blick. Enttäuscht wurde ich nicht! Obwohl ich kaum Kickbox-Filme gesehen habe, gehört dieser vermutlich zu den Besten! Inszenatorisch ist das sicher kein guter Film. Wenngleich in Breitwand, ist das Niveau der Kameraführung ziemlich armselig. Schauspielerisch kann man auch nicht von einem Meilenstein sprechen und die Story ist so hauchdünn, dass sie auf einen Notizzettel passen würde. Was aber wirklich gut ist, ist die gute Kampfchoreografie. Hier entsteht eine Dynamik, wie ich sie selten bei Kampfszenen gesehen habe. Die einzelnen Fights in der Sporthalle sind nur ein kleiner aber gelungener Vorgeschmack auf die End-Keilerei, die immerhin über 30 Minuten andauert. Und die hats dann in sich. Welch eine Wucht! Und dazu immer härter und brutaler werdend. Krass gutes Finale, dass für einen sonst eher schwachen Film entschädigt. Und wer ist jetzt Bren Foster? Besitzt ein schauspielerisches Minimaltalent, verfügt aber über eine enorme Aura und Ausstrahlung. Sieht dazu noch gut aus und kommt wirklich gut rüber. Gerne mehr von und mit ihm!
Fazit: Für Actionfans eine lohnende Rückbesinnung auf ein totgeglaubtes Genre. Ohne Firlefanz sondern einfach bodenständig und geil choreografiert.

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