Inspiriert von der Geschichte des französischen Schwimmers Alfred Nakache erzählt „Papillon“ einen Ausschnitt aus dessen Leben, der von Florence Miailhe inszenierte Animationsfilm zeigt Erinnerungen während des Schwimmens und den Bezug zum Wasser. Von der Kindheit über Wettbewerbe bis zur Ehefrau und seinem Aufenthalt im Konzentrationslager nimmt der Kurzfilm einen mit, erzählt passend zum alles miteinander verbindenden Thema die Geschichte in fließenden Übergängen. Künstlerisch ist das insteressant, Miailhe bezeichnet die Präsentation als „animierte Malerei“ mit Ölfarben auf Leinwand und so verbinden sich die Stationen des Lebens des jüdischen Schwimmers ineinandergreifend.
Dabei wechseln auch Farben und Sprache je nach Epoche und historischem Ereignis, es steckt in den oft grob anmutenden Strichen und Flächen immer etwas an Ausdruck und Stimmung, was trotz manch gesprochener Worte auch gut für sich selbst stehen kann. Ein kurzer und dennoch lebendiger Blick auf einen Menschen in den Wellen der Geschichte.