Die Lehrerin Maya ahnt, dass der erfolgreiche Agnostiker Kelson der nächste Kandidat auf der Liste des Teufels ist. Der will von den Verdachtsmomenten der streng katholischen Maya zunächst nichts wissen, doch muss dann erkennen, dass sie richtig liegt.
Lost Souls bietet eine recht verquaste Variante des Exorzisten. Wirklich strukturiert wirkt die Geschichte aber nie, vielmehr dauert es gefühlte Ewigkeiten bis die Story mal so etwas ähnliches wie Fahrt aufnimmt, dafür hätte man mit dem mißglückten Exorzismus eine gute Gelegenheit gehabt, den Zuschauer zumindest an der Leine zu halten. So plätschert das ganze ziemlich tranig vor sich hin, Winona Ryder darf ein wenig die Kulleraugen aufreißen, wirkt aber nicht optimal besetzt, auch Ben Chaplin ist eher eine blasse Keanu Reeves Kopie zumal er auch auf deutsch dessen Synchro bekommen hat.
So bleiben am Ende fast nur endlose Dialogphasen, auch wenn die Idee das die Bösen ihren Satan quasi selbst heranzüchten und erziehen ganz reizvoll, nur macht der Film daraus einfach zu wenig. Falls Satan wirklich mal reinkarnieren sollte, veranstaltet er hoffentlich mehr an Budenzauber.
3/10