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Eine Agentin des US Marshal Service verhaftet in Alaska einen flüchtigen Mafia-Buchhalter. Auf dem Flug nach Anchorage erweist sich ihr Pilot als psychopathischer Killer.


Mel Gibson und Mark Wahlberg machen gemeinsam einen Thriller, das hört sich eigentlich gut an. Immerhin haben beide ein paar sehr geile Titel in ihrer Vita. An deren Klasse können sie mit dem gemeinsamen Projekt aber nicht anknüpfen.


Die Probleme fangen bei den drei Darstellenden im Flugzeug an. Michelle Dockery agiert wie auf Autopilot, wirkt entsprechend hölzern, ist aber dennoch die angenehmste Person in diesem Dreiergespann.

Topher Grace als dauerlabernder Kronzeuge ist schlicht anstrengend und nervtötend in einem Maße, dass er ganz schnell egal wird und man sich fast schon auf Seiten des Killers schlägt. Fast.

Denn Mark Wahlberg versagt mitsamt Drehbuch leider völlig. Wahlberg wirkt uninspiriert und bekommt vom Drehbuch echte Bullshit-Dialoge in den Mund gelegt. Es geht bei ihm quasi nur ums vergewaltigen und zerstückeln, was auch mehr nervt als bedrohlich oder gar furchteinflößend ist. Womöglich hätte es funktioniert, wenn er den wenigstens böse Mimik hinbekommen hätte, aber auch daran scheitert er. Natürlich könnte das an dem echt dämlichen Haarkranz mit Oberglatze liegen, die Wahlberg zur Schau trägt, nachdem er sein Toupet verloren hat. Er schaut damit so lächerlich aus, dass jegliche bösartige Bedrohlichkeit im Keim erstickt wird.


Mel Gibsons Regie wiederum wirkt lame. Beständig wartet man auf den Kracher, den Twist, aber es kommt nichts. Der Killer kann sich ein ums andere Mal befreien, denkt nur ans Spielen mit seinen potentiellen Opfern und so verläuft da oben in dem begrenzten Raum alles recht vorhersehbar.

Da die Agentin keine Pilotin ist, gibt es in der Luft und bei der Landung ein paar brenzlige Szenen, die sind aber weitgehend spannungsfrei abgefilmt. Dabei schafft es die Kamera nicht mal, die wunderschöne Berglandschaft Alaskas adäquat einzufangen.

Dazu gesellen sich einige eklatante Fehler. So kann mal mit eingeschaltetem Autopiloten gesteuert werden und mal nicht und obwohl der Autopilot Richtung und Flughöhe angeblich konstant hält, zeigen Außenaufnahmen das Flugzeug mehrfach beim Kurvenflug. Das Durchbrechen eines großen Schneehaufens ist zwar hübsch gefilmt, erscheint aber doch arg unglaubwürdig.


Spannungsarm, fehlerhaft, überkonstruiert und ganz und gar nicht spektakulär. Schade. Gibson und Wahlberg können es sehr viel besser.

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