Achtung Spoiler!
Story:
Mitte des 21. Jahrhunderts werden die Umweltbedingungen auf der Erde immer schlechter und so ist man auf der Suche nach einem neuen zu Hause. Hierbei kommt der Mars in Frage. Im Laufe der Jahre werden viele Ladungen mit Algen dorthin gebracht, die dort Sauerstoff produzieren.
Und so wird ein Astronautenteam zum Mars geschickt, um dort die Lebensmöglichkeiten zu ergründen. Doch technische Probleme machen die Sache ungemein kompliziert. Nur mit großen Schwierigkeiten gelangt es ihnen auf dem Mars zu landen. Aber nicht alle. Der Captain musste an Bord des Schiffes bleiben, um dort die ganzen technischen Probleme zu beheben. Und ohne Funkkontakt und Orientierung bahnen sich die Astronauten auf dem Mars ihren Weg.
Meines Erachtens nach hat Red Planet ganz klar den Kampf gegen Mission to Mars gewonnen. Ok, Red Planet protzt auch nicht gerade vor Einfallsreichtum. Doch die Effekte, die Atmosphäre und vor allem, der Plot sind wesentlich besser als bei Mission to Mars.
Die Special Effects hier sehen wirklich gut aus und können vollkommen überzeugen. Die Notlandung auf dem Mars, der Kampf gegen das Feuer im Schiff, nur um ein paar zu nennen, wissen durch die Effekte wirklich zu gefallen. Ein Highlight ist aber auf jeden Fall der Kampfroboter AMEE. Hier hat man sich richtig Mühe gegeben. Die ganze Austattung und so. Doch leider ist dessen Auftritt insgesamt zu kurz.
Kommen wir nun zum Plot und sogleich dann auch zur Atmosphäre. Hier hat der Film seine Pluspunkte bekommen. Endlich hat man sich mal nicht auf Außerirdische verlassen. Man bekommt kein Gesicht zu sehen, oder irgendwelche Gestalten, die in der Ferne rumlaufen. Ok, das mit den Käfern ist auch nicht gerade originell, aber besser. Für mich wurde auch der Ablauf des Filmes gut gelöst. Denn da weiß man das Problem Anfangs noch nicht. Das Team hat auf dem Mars nicht mehr viel Luft, das Habitat ist zerstört und weit und breit ist nichts von den Algen zu sehen. Also was jetzt tun?
Und da kann man dann auch über den einen oder anderen Logikfehler hinwegsehen. Warum kommt Kilmer darauf seinen Helm zu öffnen, kurz bevor er erstickt, obwohl von den Algen doch nichts zu sehen ist. Das es tatsächlich Luft gibt kann er doch nicht wissen. Naja. Auch von den üblichen Klischees ist der Film nicht verschont. Wer z.B. überlebt kann man sich schon am Anfang denken. Es gibt viele Stellen, die Vorhersehbar sind.
Auch ein Lob von mir verdient die Musik. Diese hat mich positiv überrascht. Besonders die Musik in der Anfangsszene gefällt mir am besten.
Die Darsteller tun ihr bestes, um den Film aufzuheitern. Doch insgesamt konnte man sich nur Darsteller aus der B Region holen. Val Kilmer konnte ja bislang nur in wenigen Rollen überzeugen. Ich weiß nicht, die Rolle hier passt nicht zu ihm. Tom Sizemore hat ja als Nebendarsteller gute Erfahrungen gesammelt. Hier spielt er solide. Carrie Anne Moss, als ernster Captain kann eigentlich auch überzeugen. Die Rolle liegt ihr. Und der Rest...naja, ist eher Geschmackssache.
Fazit:
Unterhaltsamer Film für einen kleinen Filmabend. Kann man sich einmal anschauen und dann vergessen.