Quirliges NASA-RomCom-Potpourri
Apple(+) hat es mit der Raumfahrt. Da passt ein Starvehikel wie „To The Moon“ natürlich ins Bild. Über zwei wichtige und recht gegensätzliche Menschen und Angestellte bei der NASA in den späten 60ern - ein Technikchef und eine Marketingexpertin - die ihre Firma und Leben ziemlich durcheinanderwirbeln…
„To The Moon“ soll wohl ein süßer (aber verdammt teurer!) Throwback in alte Hollywoodzeiten sein. Von Wilder, Monroe und Wyler, von Kennedy und dem Spacerace. Teilweise unterhält das seicht und leicht auf den Augen. Johansson und Tatum sind nicht umsonst Megastars, die Nebenrollen sind gut besetzt, alles sieht slick und attraktiv aus. Die Epoche wird gut eingefangen. Über zwei Stunden hätte das nicht gehen müssen. Doch das Drehbuch hat immerhin ein paar nette Quirligkeiten. Über Schein und Sein. Es passt irgendwie zu Apple. Zu der Nasa. Zur Raumfahrt. Und zu Amerika. Doch solche Deutungsebenen verpuffen irgendwie schneller als eine Rakete startet. Und zurück bleibt ein gut aussehender Cocktail mit Olive und Zahnstocher - der einen jedoch weder betrunken noch satt macht. Nichtmal ansatzweise. Und so richtig, richtig lecker ist’s dann insgesamt auch nicht. Es gibt zwar schlechtere Filme auf Apples Streamingplattform - aber sicher auch bessere.
Fazit: ich glaube ich bleibe lieber bei „Hidden Figures“… obwohl auch „To The Moon“ Starpower, Charme und Unterhaltung bietet. Dennoch schafft er nichts so ganz und bleibt für mich leere, attraktive Hülle.
P.S.: Was mir aber mal wieder an diesem Film und allgemein diesem Gratiswochenende mit Apple+ aufgefallen ist - in Sachen Bildqualität macht denen niemand im Streaming etwas vor! Das würde nur auf Disc noch besser aussehen.