iHaveCNit: Trap: No Way Out (2024) – M. Night Shyamalan – Warner
Deutscher Kinostart: 01.08.2024
gesehen am 15.08.2024 in Samsung Onyx LED
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 6 – Reihe 13, Platz 21 – 20:00 Uhr
Einst war M. Night Shyamalan als Regisseur dafür bekannt, mit einer absolut überraschenden Schlusspointe und einem richtungsändernden Twist seinen Filmen das gewisse Etwas zu geben. In seinem neusten Werk wählt er direkt das andere Extrem, indem er bereits in den Trailern scheinbar eine passende Schlusspointe und Twist offenbart hat. Dennoch war ich aufgrund der Idee und dem Hauptdarsteller Josh Hartnett interessiert, was mich sonst noch bei „Trap: No Way Out“ erwarten könnte.
Cooper erfüllt seiner Tochter Riley den großen Wunsch eines Konzertbesuchs von „Lady Raven“, weil Riley sehr großer Fan der Sängerin ist. Auf dem Gelände und in der Halle nimmt Cooper Notiz davon, dass das Sicherheitsaufgebot mit Polizei und FBI außerordentlich groß zu sein scheint. Er bringt in Erfahrung, dass das Konzert nur ausgerichtet worden ist, einen Serienkiller zu finden, der sich unter den Gästen aufhalten soll und von deren Identität den Behörden nur wenige Details bekannt sind. Doch Cooper kennt die Identität des Killers sehr genau, so dass er nun alle Hände voll zu tun haben wird.
„Geht ein Serienkiller aufs Konzert“ klingt durchaus nach einer interessanten Idee, der sich hier M. Night Shyamalan annimmt. So beginnt natürlich der Film als spannendes Kammerspiel und Katz- und Mausjagd inmitten einer großen Menschenmenge und einem Konzertsaal, bei dem vor allem das doppelbödige Schauspiel von Josh Hartnett überzeugt. Jedoch lässt er für mich hier ein richtiges Potential liegen. Mir hätte es im Film gefallen, wenn man mit nahezu Echtzeitcharakter dieses Kammerspiel nur vor, während und nach dem Konzert direkt an der Location gezeigt hätte und vielleicht mit der Musik des Films einen perfekt auf den Takt des Films zugeschnittenen Ton und Tempo erzeugen hätte können, um die Spannung auf die Spitze zu treiben. Mit gewissen, nicht immer glaubwürdigen Entwicklungen hintenraus nimmt er sich viel von dem Potential und auch in der hier gebotetenen Perspektive des Killers schafft der Film es nicht vollständig, ein tiefer gehendes Psychogramm und Charakterstudie zu bieten. Interessant jedoch, dass 2024 M. Night Shyamalan ein wenig Karriereförderung im großen Stil für seine Töchter auf den Weg gebracht hat. Neben Ishana Shyamalan, deren „The Watchers“ bzw. „They See You“ vor wenigen Monaten in den Kinos lief ist es in „Trap: No Way Out“ nun die älteste Tochter Saleka, die nun als Sängerin auch großes Spotlight in einem Film ihres Vaters bekommt und aktiv den Soundtrack mit gestaltet hat.
„Trap: No Way Out“ - My First Look – 6/10 Punkte