Review

Im Gegensatz zu scheinbar den meisten Stimmen, habe ich meinen Frieden mit M. Night und ich musste jenen auch zu keiner Zeit erst schließen. Wie viele Regisseure hat er gute und auch weniger gute Werke. Letzteres hat, genauer hingeschaut, oft verschiedene Gründe. Wie auch immer, das Bashing seiner Person scheint seit Jahren ein Social Media Trend bei sogenannten Filmkritikern zu sein. Meine Vorausschau auf ein neues Release ist jedes Mal positiv, es wartet eine interessante Idee, viele Fragezeichen vor und während der Sichtung, ein wertiger Look und garantierte Unterhaltung. Trap ist keine Ausnahme, vielleicht sogar der beste seiner letzten Filme. Josh Hartnett als charismatisch-smarter Psychopath macht Spaß, das Augenzwinkern ist allgegenwärtig. Eben jenes sollte generell im Kopf bleiben, alles ist meines Erachtens bewusst over the top. Und Shyamalan gelingt ein besonderer Kniff, der Zuschauer schlägt sich bis zu einem fortgeschrittenen Punkt auf die objektiv falsche Seite. Und je nach dem, wie psychopatisch man vermutlich selbst ist, vielleicht noch länger. Deckungsgleich mit jenem ergibt sich eventuell ein weiteres interessantes Momentum: wer oder was ist das neben uns (wirklich)?
Einen Knackpunkt im guten Schwung hatte ich anfangs, die augenscheinliche Promotion seiner Tochter inklusive überzogener Laufzeit diesbezüglich. Aber vielleicht hat mich dieses belanglose Popstar-Gedudel zu sehr an aktuelle Hypes erinnert. Ansonsten waren das lohnenswerte 100 Minuten, spannend, kurzweilig, humorvoll, bedrohlich, skurril. Eine Bandbreite, welche wir häufig finden, liebe Meckerer?

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