„Written and directed by M. Night Shyamalan“ – das kann mittlerweile gut als Warnung verstanden werden. Die Kritiken zu seinen letzten Werken OLD und KNOCK AT THE CABIN waren gemischt, TRAP kommt nicht wesentlich besser weg. Im günstigen Fall lässt sich der Film noch als cringe Promo für Tochter Saleka abhaken, die hier den generischen Popstar „Lady Raven“ gibt. Aber auch da muss man sagen, dass Shyamalan selbst bei der Inszenierung der Bühnenshow nicht auf der Höhe der Zeit ist.
Wenigstens braucht man nicht lange auf den im Trailer bereits publik gemachten Twist zu warten: Nach rund 10 Minuten ist klar, dass Josh Hartnett nicht einfach nur der nette Daddy ist, der seine Tochter zum Konzert begleitet, sondern dass er aktuell eine Leiche, bzw. einen Gefangenen im Keller hat und das Polizeigroßaufgebot wegen ihm, dem „Butcher“ da ist.
Im Grunde ist der Plot ein klassischer Hitchcockstoff. Doch was Shyamalan sich hier ausgedacht hat, wie der Killer während des Konzerts die Polizei austrickst, nach einem Fluchtweg sucht und gleichzeitig seine Tochter beaufsichtigt, das ist so naiv und unglaubwürdig, dass man den Film keine Minute ernst nehmen kann. Josh Hartnett macht seine Sache so gut wie möglich, allerdings nimmt man ihm den liebenden Papa deutlich eher ab als den perversen Killer, dazu ist die Figur einfach nicht glaubhaft genug gezeichnet.